Dieses Foto sollte uns alle besorgen

Es ist nicht erst die erste Warnung

Es könnte so traumhaft sein: Man ist im Urlaub, das Wetter ist warm und sonnig und man läuft barfuß einen Sandstrand am Meer entlang. Wenn man aber genauer hinschaut, ist diese Szenerie gar nicht so idyllisch. Denn es ist nicht nur Sand, über den man da läuft - hunderttausende Teilchen aus Mikro-Plastik sind darunter gemischt. Wie der WWF meldet, landen von den rund 78 Millionen Tonnen Plastikmüll, die wir Menschen jedes Jahr produzieren, 32% unkontrolliert in der Umwelt - und zum Großteil in unseren Meeren.

Ein Foto, das der Naturfotograf Justin Hofman nun vor der indonesischen Insel Borneo geschossen hat und das sich nun wie ein Lauffeuer verbreitet, steht nun sinnbildlich für das Ausmaß dieser Umweltverschmutzung - in seinen eigenen Worten: "Es war widerlich!"

Das Foto Hofmans und weitere Hintergrundinfos findet ihr auf den nächsten Seiten.

Das Foto, das Hofman bei einer Schnorchel-Tour vor Borneo machte, zeigt ein Seepferdchen, das sich an ein Wattestäbchen klammert. Die Entstehungsgeschichte des Bildes ist allerdings nicht so niedlich, wie es vielleicht den Anschein hat. Hofman stellte sie dem Bild anbei: Durch die kommende Flut wurde viel Wasser angespült - und das stank widerlich. "Es war sprichwörtlich Abwasser!", sagte der Fotograf. Das Seepferdchen versuchte, in der Strömung Halt zu finden - und geriet so an das Wattestäbchen. "Es fing an als Möglichkeit, ein süßes kleines Seepferdchen zu fotografieren, aber es hat sich schnell in Frustration und Traurigkeit gewandelt.", so Hofman.

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Geraten die Plastikabfälle in die Meere, werden sie nicht zersetzt. Durch die Strömungen werden sie in mikroskopisch kleine Teilchen zerlegt - und das ist besonders für die Tierwelt fatal. Denn Meeresbewohner fressen diese dann, was zu Mägen und Kiemen voller Plastik führt.

Erst nach 350 bis 400 Jahren ist das Plastik wirklich abgebaut - viel zu spät für die Meere und deren Bewohner. Das Bild Hofmans macht vor allem eines klar: Wir haben es nicht mit dem Anfang einer Umweltkatastrophe zu tun, sondern wir stecken mitten in ihr. Und wenn nicht bald etwas geschieht, werden Fotos wie von dem Seepferdchen alltäglich werden.