Nosferatu-Spinne breitet sich in Deutschland aus: Wie giftig ist sie?

Eine spezielle Spinnenart treibt in Deutschland ihr Unwesen: Die Nosferatu-Spinne weitet sich in vielen Teilen des Landes aus. Wie giftig ist sie?

Die Nosferatu-Spinne breitet sich seit 2022  in Deutschland aus.
Quelle: IMAGO / agefotostock

Die Nosferatu-Spinne hat sich Stand 2026 in ganz Deutschland breitgemacht. Was 2022 noch als seltene Warnung begann, ist heute Realität. Das Spinne aus dem Mittelmeerraum ist nun fest bei uns zu Hause. Anders als harmlose Hausspinnen ist diese Spinnenart jedoch giftig und kann die menschliche Haut durchdringen. 

In diesem Artikel schauen wir uns an, was ein Biss für den Menschen wirklich bedeutet. Wir klären auf, wie man die Nosferatu-Spinne überhaupt erkennt und mit welchen Mitteln man sie am effektivsten wieder los wird ...

Die Nosferatu-Spinne muss man von der Hauswinkelspinne unterscheiden.
Quelle: IMAGO / agefotostock, IMAGO / blickwinkel

Woran erkennt man die Nosferatu-Spinne?

Die meisten Menschen schauen sich die Spinnen in ihrer Wohnung verständlicherweise nicht genau an, sondern wollen sie schnell nach draußen schicken. Die Nosferatu-Spinne, auch lateinisch Zoropsis Spinimana genannt, erkennst du allerdings vor allem an ihrem robusten Körperbau und den kräftigen Beinen.

Männchen können bis zu 13 Millimeter und Weibchen sogar bis zu 19 Millimeter groß werden. Wegen ihrer Hafthaare an den Füßen kann sie auch an glatten Oberflächen wie z.B. Glaswänden hochklettern. Außerdem baut sie abgesehen von dem Kokon mit den Eiern kein Netz und läuft deshalb frei herum. Zudem hat sie charakteristisch einen schwarzen Fleck auf dem Hinterleib. Sie wird Nosferatu-Spinne genannt, weil viele auf dem Vorderkörper ein Gesicht erkennen, das Nosferatu gleicht.

Oft wird sie mit der Hauswinkelspinne (rechts) verwechselt, die jedoch längere Beine und ein zarteres Aussehen hat. Zudem sind die Beine der Hauswinkelspinne undeutlich geringelt oder gefleckt. Die Hauswinkelspinne kann sich außerdem nicht an glatten Oberflächen festhalten.

Die neuen Studien zeigen, dass die Nosferatu-Spinne doch weiter verbreitet ist als gedacht.
Quelle: IMAGO / blickwinkel

Daten-Schock für Spinnen-Hasser: Forschende bestätigen flächendeckende Ausbreitung der Nosferatu-Spinne

Aktuelle Daten bestätigen im Frühjahr 2026, dass die Nosferatu-Spinne nun in ganz Deutschland verbreitet ist. Während eine wegweisende Studie von Alexander Wirth und Gaby Schulemann-Maier bereits 2022 eine Verbreitung dokumentierte, die 2,3-mal größer war als vermutet, ist die Spinne heute flächendeckend präsent.

Selbst in Mecklenburg-Vorpommern, das lange Zeit als letzte „nosferatufreie Zone“ galt, steigen die Sichtungen nun stetig an. Über das bundesweite Meldeportal wurden mittlerweile weit mehr als die ursprünglichen 35.000 Exemplare registriert.

Aus dem Grund breitet sich die Nosferatu-Spinne in Deutschland aus.
Quelle: IMAGO / blickwinkel

Warum breitet sich die Nosferatu-Spinne auch in Deutschland aus?

Der Grund für die zwar langsame, aber unaufhaltsame Verbreitung der Spinnenart ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der Klimawandel. Während die frostigen Winter früher eine natürliche Barriere waren, findet die Nosferatu-Spinne durch die steigenden Durchschnittstemperaturen mittlerweile ideale Lebensbedingungen vor, Sie fühlt sich heute in Deutschland fast so wohl wie in ihrer ursprünglichen Heimat im Mittelmeerraum, wo sie vor allem in Ländern wie Italien, Spanien, Frankreich oder Kroatien verbreitet ist.

Expert*innen vermuten zudem, dass die Spinne als blinder Passagier im stetig wachsenden globalen Güterverkehr zu uns gereist ist. Die robusten Tiere nutzen die internationalen Handelswege wie eine Autobahn. Einmal angekommen, bieten ihnen unsere beheizten Gebäude den perfekten Schutz, um sich dauerhaft einzunisten und von hier aus weiter auszubreiten

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Wie giftig ist die Nosferatu-Spinne?

Schon damals erhielt die Spinne in den sozialen Medien ziemlich viel Aufmerksamkeit. Das liegt vor allem daran, dass ihr Biss giftig ist. Zwar sind die meisten Bisse von Spinnen giftig, allerdings können die wenigsten Spinnentiere durch menschliche Haut beißen.

Der Nosferatu-Spinne gelingt das allerdings, sodass sie ihr Gift im menschlichen Körper freisetzen kann. Man sollte aber nicht in Panik verfallen, denn ihr Gift ist für den Menschen meist ungefährlich. Vergleichbar ist es etwa mit einem leichten Bienen- oder Wespenstich. Wenn man allergisch ist, sollte man umso achtsamer sein.

Die Spinne beißt aber auch nur, wenn sie gereizt wird, sodass von heiklen Attacken gegen sie abgesehen werden sollte. Generell ist es so, dass die Spinne eher vor dem Menschen flieht als andersherum. Näherst du dich ihr also, wird sie eher das Weite suchen als dich zu attackieren.

Wir haben einen Lesetipp für euch: Die tödlichsten Tiere der Welt

Die Nosferatu-Spinne sollte nicht getötet und lieber draußen ausgesetzt werden.
Quelle: IMAGO / agefotostock

Wie sollte man reagieren, wenn man die Nosferatu-Spinne entdeckt?

Am besten ist es wohl, die Spinne einzufangen und draußen auszusetzen. Denn wie bei allen Spinnen bittet der NABU, der Naturschutzbund Deutschland, die Tiere nicht zu töten. Wenn du sie einfangen willst, solltest du dies allerdings nicht mit bloßen Händen tun, sondern ein Glas mit einer Pappe verwenden. Für die Eier spinnt das Nosferatu-Weibchen ein Kokon und auch dies könnte sich in der Wohnung befinden. Wenn das Weibchen dieses bewacht, sollte man die Spinne mit einem Pinsel zur Seite schieben und nachdem man sie nach draußen gebracht hat auch den Kokon entfernen. Um sicherzugehen, dass die Eier nicht überleben, kann man sie auch einfrieren.

Pietro Lombardis Verlobte fand eine Nosferatu Spinne in ihrem Haus.
Quelle: IMAGO / Panama Pictures

Laura Maria Rypa findet die Giftspinne in ihrer Wohnung

Dass die Nosferatu-Spinne auch vor Promi-Villen keinen Halt macht, zeigte ein Vorfall bei Laura Maria Rypa und Pietro Lombardi bereits im Jahr 2022. Damals entdeckte die zu der Zeit schwangere Laura beim Putzen ein riesiges Exemplar und beförderte es nach draußen. Später postete sie die Bilder der Aktion in ihrer Instagram-Story. Sie wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, dass es sich um eine Nosferatur-Spinne handelt.

Damals saugte Laura, die Spinne ein, was sie überlebte und setzte sie ins Freie. Wichtig ist aber, das Einsaugen von Spinnen ist nach wie vor keine Lösung. Die robusten Tiere überleben den Sog oft und krabbeln im schlimmsten Fall einfach wieder aus dem Beutel heraus. Stattdessen sollte man die Tiere mit einem Glas und einem festen Stück Papier nach draußen befördern. Laura hatte damals Glück, dass die Spinne nicht aggressiv reagierte.

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Nosferatu-Nest im Hause von RTL-Star Hanni Hase

Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist für die ehemalige „Love Is Blind“-Teilnehmerin Hanni Hase im April und Mai 2026 die Realität. In ihren eigenen vier Wänden sind hunderte kleine Giftspinnen geschlüpft. Auf Instagram teilte sie bereits Ende April 2026 den Schock mit ihren Fans und kommentierte den ungewollten Nachwuchs sarkastisch: „Ich bin einfach Mutter geworden.“

In ihrem Badezimmer wimmelt es von über 200 Jungtieren der berüchtigten Nosferatu-Spinne. „Sie sind einfach überall”, sagt der Reality-Star, während sie die kleinen Spinnen filmt. Alles begann wohl vor zwei Monaten mit einem riesigen Exemplar im Schlafzimmer, das Hanni als „die schlimmste Spinne in meinem ganzen Leben” bezeichnete. Dass das Tier vor dem Rauswurf Eier abgelegt hatte, ahnte sie damals nicht.

Die Situation ist mittlerweile so eskaliert, dass Hanni kaum noch zur Ruhe kommt. Trotz Kammerjäger-Einsatz tauchen die achtbeinigen Eindringlinge nun in weiteren Räumen auf: „Die sind einfach in meinem Schlafzimmer jetzt”, berichtet sie. Das Versteck der restlichen Brut hat sie noch nicht entdeckt, was an den Nerven zehrt: „Ich bin ehrlich, das treibt mich fast in den Wahnsinn, dass ich das Nest noch nicht gefunden habe”.

Nach einer Woche ohne Ruhe gibt die Influencerin zu, dass der „psychische Druck” mittlerweile extrem sei: „Ich hab seit sieben Tagen nicht geschlafen”. Während einige Fans noch auf einen schlechten KI-Scherz hoffen, kämpft Hanni weiter gegen ihren persönlichen Albtraum.

Wenn man keine Nosferatu-Spinne im Haus haben will, kann man Präventionsmaßnahmen einleiten
Quelle: IMAGO / Herrmann Agenturfotografie

Präventionsmaßnahmen gegen die Nosferatu-Spinne

Um unerwünschte Begegnungen mit der Nosferatu-Spinne zu vermeiden, gibt es mehrere effektive Präventionsmaßnahmen. Zunächst ist es ratsam, potenzielle Eingänge wie Fenster und Türen mit feinmaschigen Fliegengittern abzusichern. Dies hindert nicht nur Spinnen, sondern auch andere Insekten daran, ins Haus zu gelangen. Des Weiteren sollte man darauf achten, dass Kellerräume und Dachböden gut abgedichtet sind. Auch die Reduzierung von Versteckmöglichkeiten in der Nähe der Wohnräume, wie etwa das Lagern von Holz direkt am Haus, kann dazu beitragen, dass Spinnen sich weniger angezogen fühlen. Das regelmäßige Saugen und Wischen der Ecken und Kanten in den Wohnräumen minimiert zudem das Risiko, unerwartete Gäste zu beherbergen.

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Diese Haushaltsmittel helfen 

Wer die Nosferatu-Spinne gar nicht erst in der Wohnung haben möchte, kann zu einem einfachen Trick greifen. Und zwar helfen ätherische Öle, vor allem Pfefferminz-, Eukalyptus- und Lavendelöl. Spinnen nehmen Gerüche nämlich über ihre Beine wahr und empfinden die intensiven ätherischen Stoffe als extrem abstoßend.

Mische einfach etwa 10 bis 15 Tropfen des Öls mit einem Liter Wasser und einem Spritzer Spülmittel. Sprühe diese Mischung gezielt auf Fensterrahmen, Türschwellen und in dunkle Ecken. So ziehst du eine unsichtbare „Duft-Grenze“, die die achtbeinige Spienne lieber nicht überqueren. Deine Wohnung duftet außerdem angenehm frisch. 

Spinnen haben auch einen Vorteil. Sie reduzieren Schädlinge
Quelle: IMAGO / ZUMA Wire

Die Rolle der Nosferatu-Spinne im Ökosystem

Die Ausbreitung der Nosferatu-Spinne in Deutschland wirft Fragen über ihre Rolle im örtlichen Ökosystem auf. Spinnen allgemein sind wichtige Prädatoren von Schädlingen und Insekten und tragen somit zur biologischen Schädlingsbekämpfung bei. Die Nosferatu-Spinne macht hier keine Ausnahme. Ihre Präsenz kann helfen, die Populationen von Mücken, Fliegen und anderen kleinen Insekten zu regulieren.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass ihr Auftreten keine Herausforderungen mit sich bringt. Es ist wichtig, ihre Interaktion mit heimischen Arten weiter zu erforschen, um mögliche negative Auswirkungen auf die lokale Biodiversität frühzeitig zu erkennen und zu adressieren. Dennoch spielt sie eine wichtige Rolle im Gleichgewicht unseres Ökosystems.

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StyleVamp 10.04.2025 10:56
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