Sie kämpften um ihr Überleben

Die Rettung kam in letzter Minute

Eigentlich verbringen die fünf Männer, die man oben auf dem Foto sieht, gerade drei Monate auf dem "Schulschiff Rhein" bei Duisburg-Homberg, um ihre Prüfung zum Binnenschiffer abzuschließen. Dass es auf der See zu unerwarteten Situationen kommen kann, ist wahrscheinlich nicht ungewöhnlich - aber dass die fünf auch auf dem Rhein zu Rettern in der Not werden, damit hätten auch die Seemänner mit Sicherheit nicht gerechnet. 

Peter Thomalla, einer der Auszubildenden, berichtete der Bild-Zeitung, dass er an einem Nachmittag auf einmal Schreie aus dem Wasser hörte. Ein näherer Blick zeigte: Ein Lämmchen war in das Wasser geraten und bereits bis zum Ufer geschwommen, wo es sich aber im Gestrüpp verfangen hatte. Die Männer zögerten nicht lange ...

Was dann geschah, lest ihr auf den folgenden Seiten.

Die fünf Männer wussten sofort, dass sie helfen müssen. Kläglich schrie das Lämmchen um Hilfe und nach seiner Mutter. Schließlich gelang es den Auszubildenden, das Tier an Bord ihres Schiffes zu bringen und den Schäfer zu kontaktieren, der das Jungtier abholte und wieder zu seiner Herde brachte.

Mit dem Gedanken, einen unerwartet aufregenden Tag gehabt zu haben, gingen die fünf wieder an ihre Tagesarbeit. Aber 17.45 Uhr Nachmittags hörten sie auf einmal erneut laute Schreie aus dem Wasser. Einer der Auszubildenden, Florian Sparr, berichtete der Bild-Zeitung: "Es schwamm um sein Leben!" - also zögerte er keinen Moment und schwamm mit dem Beiboot zu dem zweiten Lamm.

Weiter geht es auf Seite 3.

Zusammen mit einem seiner Kollegen gelang es dem jungen Mann, auch das zweite Lamm vor dem Ertrinken zu retten. Sie zogen es aus dem Wasser und trugen es ebenfalls an Bord ihres Hauptschiffes. "Es wog soviel wie zwei Bierkisten.", erinnert der 21-Jährige.

Der Schäfer war mehr als dankbar, dass die jungen Männer gleich zwei Lämmer aus seiner Herde gerettet hatten - und spendierte ihnen mit Freibier einen angemessenen Abend nach ihren Heldentaten. Und den haben sie sich wahrlich verdient.