Eine Mutter verbietet ihrem Sohn, beim Schulausflug mitzumachen...

... und wird dafür aus gutem Grund gefeiert!

Eine Mutter verbietet ihrem Sohn, beim Schulausflug mitzumachen...

Eine französische Mutter macht derzeit weltweit Schlagzeilen, weil sie ihrem Sohn verbot, seine Klasse auf einen Ausflug zu begleiten. Was erst einmal klingt wie eine große Gemeinheit, hat gute Gründe - und wird von Tierfreunden in der ganzen Welt bejubelt. 

Audrey lebt im französischen Nizza und ist die Mutter des 7-jährigen Mani. Dessen Klassenlehrerin wollte ihren Schülern etwas bieten und plante einen Ausflug ins Marineland Antibes. Dort gibt es unter anderem Orcas und Delfine zu bestaunen, die in großen Shows das Publikum unterhalten. Der Park ist ein beliebtes Touristenziel, insbesondere für Kinder. Doch Manis Mutter war strikt dagegen, ihren Sohn dorthin fahren zu lassen - und hatte eine gute Begründung.

Manis Lehrerin gab ihm einen Zettel mit nach Hause, auf dem seine Eltern ankreuzen sollten, ob der Junge 1) mitkommen und 2) von einem Elternteil begleitet werden würde. Worüber sich die meisten Eltern nicht viele Gedanken machen, veranlasste Audrey jedoch dazu, der Lehrerin ihres Sohnes nicht nur eine Absage zu erteilen, sondern ihr auch noch eine Nachricht hinzuzufügen, die Tierschützer in aller Welt begeistert.

Was sie schrieb, liest du auf der nächsten Seite.

Eine Mutter verbietet ihrem Sohn, beim Schulausflug mitzumachen...

"Wir glauben, dass es aus ethischer Sicht betrachtet nicht akzeptabel ist, dass Delfine und Orcas, die im Meer jeden Tag zwischen 100 und 200 Kilometer zurücklegen würden, in Schwimmbecken gefangen gehalten werden und durch Ringe springen sollen. Ich bringe meinem Kind bei, sich nicht an der Not von Tieren zu erfreuen. Danke für Ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüßen, Audrey."

Ihre Worte, die sich bei Facebook verbreiteten (inzwischen jedoch gelöscht wurden), sind Musik in den Ohren jedes Tierschützers: Schon seit vielen Jahren wird weltweit dafür gekämpft, dass Wale und Delfine nicht länger in Parks wie dem Marineland gehalten werden dürfen. Insbesondere die Dokumentation "Blackfish", die das furchtbare Leben der großen Meeressäuger in solchen Unterhaltungsparks publik machte, sorgte vor einigen Jahren für einen großen Aufruhr. Mit Folgen: Die berühmten SeaWorld-Parks haben inzwischen klein beigegeben, Delfin- und Orca-Shows finden dort nun nicht mehr statt. 

Dennoch treffen Audreys direkte Worte nicht nur auf Zustimmung. Viele meinen, sie würde ihrem Sohn damit eine Meinung aufdrücken; der Junge sei mit seinen sieben Jahren noch zu jung, um selbst eine solche Entscheidung zu treffen bzw. sie begründen zu können. Doch das sieht Audrey ganz anders.

Wie sie sich dazu äußerte, liest du auf der nächsten Seite.

Eine Mutter verbietet ihrem Sohn, beim Schulausflug mitzumachen...

Bevor Audrey ihren "Brief" bei Facebook veröffentlichte bzw. ihn Manis Lehrerin überreichte, hatte sie mit ihrem Sohn ausführlich darüber gesprochen.

Sie hatte ihm die direkte Frage gestellt, ob er denn gern in den Marinepark fahren wollen würde. Seine Antwort? Nein - er wäre viel lieber in einen nahegelegenen Vergnügungspark gegangen, erzählte Audrey gegenüber der französischen Huffington Post.

Außerdem hatte Audrey ihrem Sohn bereits zuvor ermöglicht, sich einen Eindruck von dem Leben der Meeressäuger in freier Wildbahn zu verschaffen. Sie waren gemeinsam zum Tierschutzverein "SOS Grand Bleu" gefahren, wo sie Wale und Delfine im Meer, ihrem natürlichen Lebensraum, hatten beobachten können - ohne Schwimmbecken, ohne Reifen. Daraufhin hatte Mani sich gewünscht, die Tiere könnten in Freiheit leben, nicht in Parks. Als dann der Ausflug zum Thema wurde, stand auch für Mani direkt fest: So etwas würde er nicht unterstützen.

Manis Lehrerin hat sich inzwischen zu Audreys und Manis Entscheidung geäußert und ließ sie wissen, dass sie ihre Wahl akzeptiere. Der Ausflug hat aber sicherlich dennoch stattgefunden...