Alle dachten, sie würde nur um ihr Herrchen trauern

Aber die Wahrheit hinter dem Foto war eine andere

Wenn es Orte der Trauer und des Mitgefühls gibt, dann gehören Friedhöfe zweifelsfrei dazu. Und nicht nur wir Menschen besuchen Gräber, um unserer verstorbenen Liebsten zu gedenken; immer wieder gehen Bilder von Tieren durch das Internet, die treu an den Gräbern ihrer toten Frauchen und Herrchen wachen und sich wenig sehnlicher wünschen, als wieder mit ihnen beisammen zu sein.

Im Jahr 2015 löste das Foto einer Schäferhündin auf einem serbischen Friedhof eine Welle des Mitgefühls auf Facebook aus, das genau das zu zeigen schien. Die Hündin versteckte sich in einer selbst gegrabenen Kuhle an dem Grab und alle dachten, sie trauere um ihr verstorbenes Herrchen. Bis die Tierschützerin Vesna Mihajloski einen näheren Blick auf die Hündin warf ...

Das Foto sowie dessen wahren Hintergrund seht ihr auf den nächsten Seiten.

Das Foto, das um die Welt ging, zeigt nur wie die Hündin in der Kuhle auf dem Grab liegt. Doch Vesna, die sich wunderte, dass die Fellnase nie diesen Ort verließ - Tag und Nacht war sie auf dem Grab -, schaute näher hin.

Was sie vorfand, veränderte die gesamte Geschichte des Fotos. Denn die Hündin trauerte nicht etwa nur um ihr verstorbenes Herrchen. Sie hatte sich dort einen sicheren Ort gebaut, um ihren Wurf von mehreren Welpen zu versorgen. Das Problem daran war aber offensichtlich: Für Straßenhunde ist es schwer, genügend Nahrung und Wasser für sich, geschweige denn mehrere Welpen zu finden. Daher tat Vesna das einzig Richtige und nahm sich der kleinen Familie an.

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Nachdem sich Vesna der Hündin sowie ihrer Kinder angenommen hatte, ging es bergauf mit der kleinen Familie. Nach und nach wurden sie fitter und die Schäferhündin konnte sich endlich angemessen um ihre Kleinen kümmern. Die Fotos, die ihr in dem Video sehen könnt, zeigen nicht nur den Ausdruck von Dankbarkeit in den Augen der Hündin, sondern auch die Freude der Welpen, in einer sicheren und fürsorgenden Umgebung aufzuwachsen.

Diese Geschichte lehrt nicht nur, dass Fotos immer nur einen Ausschnitt zeigen und man genauer hinschauen muss, um die ganze Wahrheit zu erkennen. Sie macht auch deutlich, dass ein genauerer Blick und ein großes Herz wahre Leben retten kann.