Insektenstiche und Co.: Daran erkennst du, was dich gestochen hat
Gerade im Sommer am See sind Insektenstiche keine Seltenheit. Einige davon sind besonders rot und groß, andere eher klein und unscheinbar.
Entspannt am See liegend, mit einer kühlen Melone neben sich und der Sommersonne 2025 auf dem Rücken, wird die Stille durch ein aufdringliches Summen unterbrochen. Man erschrickt, als mehrere Insekten die Melone umschwärmen. Ein hastiges Wedeln mit der Hand folgt, um die ungebetenen Gäste zu verscheuchen – doch da ist es bereits geschehen: Ein Stich, ein brennendes Gefühl und eine sofortige Rötung. Welches Insekt steckt dahinter? Wir klären auf, woran du Insektenstiche 2025 am besten erkennst.
In diesem Sommer 2025 sind Insektenstiche durch die anhaltende Hitze häufiger anzutreffen. Experten empfehlen, natürliche Mittel wie Lavendelöl bereitzuhalten, um Stiche vorzubeugen. Ein kühler Umschlag lindert zudem die ersten Beschwerden.
Bienenstich
Ein Bienenstich tut sofort weh und die Stelle wird rot, schwillt an und juckt. Das liegt daran, dass der Stachel Giftstoffe enthält. Die meisten Menschen haben nur eine leichte Reaktion. Manche Menschen sind aber allergisch gegen Bienengift. Bei einer starken allergischen Reaktion bekommt man dann schwer Luft, einem wird schwindelig und das Gesicht oder der Hals schwillt an. Das ist ein Notfall und man braucht sofort Hilfe vom Arzt. Im Unterschied zu Mückenstichen hinterlassen Bienenstiche einen Stachel mit Giftstoffen und verursachen sofortigen Schmerz.
Bremsenstich
Bremsenstiche sind besonders schmerzhaft, da Bremsen größere Fliegen sind. Ihr Biss schneidet tief in die Haut ein. Der Stich verursacht sofort einen starken Schmerz, gefolgt von Rötung und Schwellung. Oft sind die Stiche an unbedeckten Körperstellen und können durch Reiben oder Kratzen leicht infiziert werden. Zur Behandlung sollte der Stich gekühlt und mit einer antiseptischen Salbe versorgt werden. Bei sehr starkem Juckreiz kann aber auch ein Antihistaminika helfen.
Kriebelmücken
Kribbelmücken, auch bekannt als Gnitzen, sind super kleine fliegende Insekten, die häufig in feuchten Gegenden zu finden sind. Wenn sie beißen, verursachen ihre Stiche starken Juckreiz und ein brennendes Gefühl auf der Haut. Die Insekten beißen oft mehrmals und hinterlassen kleine, rote Flecken, die anschwellen können. Es ist wichtig, nicht zu kratzen, um Infektionen zu vermeiden. Zur Linderung des Juckreizes können kühlende Kompressen und juckreizlindernde Salben verwendet werden. Zusätzlich können Insektenstichheiler helfen, den Juckreiz zu reduzieren.
Mückenstiche
Mückenstiche sind wohl die bekanntesten unter den Insektenstichen. Sie entstehen, wenn weibliche Mücken Blut saugen. Dies führt zu einem juckenden roten Fleck, der sich zu einer kleinen Beule entwickeln kann. Der Juckreiz entsteht durch eine allergische Reaktion. Um den Juckreiz zu lindern, können kühlende Kompressen und juckreizstillende Salben wie Fenistil aufgetragen werden. In sehr seltenen Fällen können Mücken Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber übertragen. Vorsichtsmaßnahmen wie das Verwenden von Insektenschutzmitteln und Moskitonetzen können hilfreich sein, um Mückenstiche zu vermeiden.
Zeckenbisse
Zeckenbisse sind besonders gefährlich, da Zecken Krankheitserreger wie Borreliose und FSME übertragen können. Sieht dein Zeckenbiss bereits so aus wie auf dem Bild, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Zeckenbisse sind oft schmerzlos, aber die Zecke bleibt in der Haut verankert und saugt Blut. Nach dem Entfernen der Zecke bleibt eine kleine rote Stelle zurück, die jucken kann. Bei einer Infektion kann sich ein roter Ring um die Bissstelle bilden, was auf Borreliose hinweisen könnte. Es ist deshalb wirklich wichtig, die Zecke so schnell wie möglich zu entfernen. Am besten mit einer speziellen Zeckenzange oder Pinzette. Danach sollte die Bissstelle desinfiziert werden und auf Symptome der genannten Krankheiten geachtet werden. Bei Anzeichen einer Infektion sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.
Flohbisse
Flohbisse treten oft in Gruppen auf. Meist sind es viele kleine, rote Flecken auf der Haut, die stark jucken. Sie sind meist in Bereichen zu finden, an denen die Kleidung eng anliegt. Zur Linderung des Juckreizes können kühlende Kompressen und juckreizstillende Salben verwendet werden. Es ist auch ratsam, die Umgebung gründlich zu reinigen und Haustiere auf Flöhe zu untersuchen und zu behandeln. Flohbisse selbst sind meist harmlos, aber in seltenen Fällen können sie Krankheiten wie das Fleckfieber übertragen. Außerdem solltest du unbedingt deine Bettwäsche waschen und die Wohnung gründlich durchsaugen.
Wespenstiche
Wespenstiche sind sehr schmerzhaft und rufen bei vielen eine heftige Reaktion auf der Haut hervor. Der Stichbereich wird sofort rot, schwillt an und schmerzt stark. Bei manchen Menschen kann der Stich eine allergische Reaktion hervorrufen. Bei einigen ist dies nur ein leichter Juckreiz, bei einigen gehen die Symptome bis hin zu Atemproblemen und Schwellungen im Gesicht oder Hals. Ist das der Fall, sollte sofort ärztliche Hilfe gesucht werden. Im Gegensatz zu Bienen können Wespen mehrfach stechen, da sie ihren Stachel nicht verlieren. Es ist deshalb ratsam, Wespenstiche zu vermeiden, indem man nicht hektisch um Wespen herumfuchtelt und süße Speisen und Getränke im Freien abdeckt.
Ameisenbisse
Ameisenbisse sind oft weniger bekannt, können aber bei bestimmten Arten wie der Feuerameise sehr schmerzhaft sein. Ein Ameisenbiss führt dann zu einem brennenden Schmerz und es entsteht eine kleine, rote Beule, die meistens juckt. Gerade die Feuerameise injiziert ein Gift, das starke Reaktionen hervorrufen kann. Teilweise bilden sich kleine Bläschen auf der Haut. Man sollte die betroffenen Stellen sofort kühlen. Bei starken Reaktionen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Um Ameisenbisse von vornherein zu vermeiden, ist es ratsam, Ameisennester nicht zu stören und im Wald geschlossene Schuhe zu tragen.
Bettwanzenbisse
Bettwanzenbisse sind oft schwer zu erkennen, da sie in der Regel während wir schlafen aktiv werden. Die Bisse erscheinen als kleine, rote Flecken und sind oft in Reihen oder Gruppen angeordnet. Sie jucken sehr stark und führen zu Hautreizungen. Eine gute Nachricht: Bettwanzenbisse sind nicht gefährlich, aber der Juckreiz kann sehr unangenehm sein. Solltest du eine Bettwanzenplage haben, ist es wichtig, die Umgebung gründlich zu reinigen und gegebenenfalls eine professionelle Schädlingsbekämpfungsfirma zu arrangieren. Bettwanzen verstecken sich nämlich oft in Matratzen, Bettgestellen und Ritzen und sind von Laien meist nicht zu bewältigen.
Eichenprozessionsspinner
Zwischen Ende Mai und Anfang Juli ist in Deutschland die Gefahr für den Kontakt mit Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners besonders erhöht. Die Raupen werden etwa drei bis fünf Zentimeter lang und sind behaart. Problematisch sind vor allem ihre sehr feinen Brennhaare, die bei Kontakt mit der Haut eine sogenannte Raupendermatitis auslösen können. Typische Symptome sind kleine Bläschen, Quaddeln, Rötungen und starker Juckreiz. Gelangen die Brennhaare in die Augen oder werden sie eingeatmet, können auch stärkere Reizungen und Beschwerden der Schleimhäute oder Atemwege auftreten.
Eichenprozessionsspinner besiedeln vor allem Eichen und bilden dort gemeinsame Gespinstnester. Diese Nester können auch nach der eigentlichen Raupenzeit noch gefährlich sein, weil sich Brennhaare darin sammeln und später durch Wind aufgewirbelt werden können. Die feinen Haare können außerdem an Kleidung, Schuhen oder Haaren haften bleiben und so auch zeitverzögert Hautreizungen verursachen.
Wer den Verdacht hat, mit Brennhaaren in Kontakt gekommen zu sein, sollte betroffene Kleidung nicht ausschütteln. Dadurch könnten sich die Haare verteilen und eingeatmet werden. Stattdessen sollten die Kleidungsstücke möglichst vorsichtig ausgezogen und separat bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Auch Schuhe sollten feucht gereinigt oder, wenn möglich, ebenfalls gewaschen werden. Wurde Kleidung über den Kopf ausgezogen, empfiehlt es sich außerdem, Haare und Kopfhaut gründlich zu waschen.