4 Fehler, die du bei der Katzenerziehung vermeiden solltest

Du dachtest bis jetzt, dass Katzen nicht erzogen werden können? Damit liegst du falsch! Daher tauchen immer die gleichen Fehler bei der Katzenerziehung auf

Viele denken zwar, dass man Katzen nicht erziehen kann, doch da haben sie Unrecht.
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Deutschland ist verrückt nach Haustieren. Im Jahr 2017 lebten in Deutschland rund 34,3 Millionen Haustiere! Die Katze ist dabei das beliebteste Heimtier - 13,7 Millionen Samtpfötchen leben in deutschen Haushalten. Und trotzdem scheinen wir nicht genug über die lieben Tiere zu wissen! Daraus resultieren häufig Fehler, die viele bei der Katzenerziehung machen. 

Fangen wir also an, mit den Vorurteilen und Fehlern aufzuräumen!

#1 Fehleinschätzung: Katzen wollen ständig alleine sein

Jeder, der schon einmal einer Katze begegnet ist, weiß, dass sie ihren eigenen Kopf haben und den auch durchzusetzen wissen. Allerdings ist der Glaube, dass Katzen absolute Einzelgänger sind, falsch. Natürlich brauchen sie ihre Ruhe und Rückzugsorte, doch genauso wünschen sie sich Körperkontakt und gemeinsame Zeit mit Menschen. Ein Mittel, um deiner Katze näher zu kommen, ist, mit ihr zu spielen. Dadurch wird sie mutiger und fühlt sich bei dir wohler - ihre anfängliche Angst dir gegenüber verschwindet somit ruckzuck!

Der nächste Fehler scheint sehr weit verbreitet zu sein!

Wer eine Katze richtig erziehen möchte, darf ihre Signale nicht missachten.
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#2 Du deutest die Signale deines Katers falsch

Es ist ein weit verbreiteter Mythos, dass Katzen unberechenbar sind. Eigentlich müssen wir nur ihr Verhalten beachten - und natürlich wissen, was sie uns damit sagen wollen! Denn Katzen reden ganz deutlich mit uns. Manchmal bemerken wir die Signale, aber entscheiden uns aktiv dafür, sie zu missachten. Von welchen Anzeichen wir reden?

Das klassische Szenario, das wahrscheinlich die meisten KatzenhalterInnen kennen, ist das folgende: Auf dem Sofa schmiegt sich deine Katze an dich, fängt an zu schnurren und freut sich darüber, von dir gestreichelt zu werden. Das ganze geht für ein paar Minuten gut, doch dann fängt sie an, mit ihrem Schwanz zu zucken, sie dreht sich von dir weg und legt ihre Ohren an. Wenn du jetzt einfach weiter streichelst und sie dir dann eine Tatze verpasst, bist du im Prinzip selber Schuld. Denn eigentlich hat sie dir lautstark zu verstehen gegeben, dass sie in Ruhe gelassen werden will. 

Das Schnurren ist jedoch nicht nur ein Ausdruck von Wohlbefinden. Denn Katzen schnurren auch manchmal, wenn sie Schmerzen empfinden oder Angst haben. Warum? Das Schnurren hat eine besänftigende Wirkung auf sie. Sie versuchen sich damit also selbst zu beruhigen.

Man kann die Katze mit Hilfe von Leckerlis gut erziehen, ohne dabei einen gravierenden Erziehungsfehler zu machen.
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#3 Du verwendest nie Belohnungen

Eine Katze kann man nicht erziehen? Das ist ein absoluter Irrglaube! Denn genauso wie du lernen kannst, das Verhalten von Katzen zu verstehen, kann deine Samtpfote auch lernen, was du von ihr möchtest. Ähnlich wie beim Hund, kannst du auch deine Katze mit ein paar Leckerlis erziehen. Wie du dir bereits denken kannst, erzielst du bei Katzen den gewünschten Effekt, indem du auf positives Feedback setzt - also auf Belohnung. Wenn sie etwas richtig macht, dann gib ihr sofort danach einen kleinen Snack, so wird sie ihr Verhalten mit einer positiven Belohnung verknüpfen. Wenn du nicht willst, dass dein Stubentiger an deinem Teppich oder deinem Sofa kratzt, dann sorge dafür, dass er ausreichend Auswahl an Kratzbäumen oder Fußabtretern hat. Krallen schärfen ist für Katzen nämlich das normalste der Welt und sie werden nicht verstehen, warum sie das nicht auch an deiner Couch machen dürfen.

Eine ängstliche Katze versteckt sich unter dem Bett, das sollte ein aufmerksamer Katzenhalter bemerken.
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#4 Gravierender Fehler: Dir fällt nicht auf, wenn sich deine Katze anders verhält

Du hast das Gefühl, dass sich deine Katze seit kurzer Zeit anders verhält? Sie zieht sich ständig zurück und du bekommst sie kaum noch zu Gesicht? Das könnte ein deutliches Zeichen sein, dass sich dein Samtpfötchen unwohl fühlt. Wenn sich dein Miezer aus seinem Versteck wagt, läuft er nur geduckt, seine Pupillen sind geweitet und er legt die Ohren an? Damit signalisiert er dir eine Obacht-Haltung - er hat wahrscheinlich Angst, und bereitet sich darauf vor, sich zu verteidigen. Ignoriere das Verhalten nicht und versuche, wieder einen Draht zu deiner Katze aufzubauen - denn sonst wird sie dir den Fehler, sie nicht zu beachten, so schnell nicht verzeihen.