5 Tipps, wie du Stress und Frust bei deiner Katze vermeiden kannst

Man möchte natürlich, dass es der eigenen Katze gut geht. Dazu sollte man wenn möglich mit den Tricks so viel Stress wie möglich vermeiden.

Damit eine Katze sich wohlfühlt, sollte man jeglichen Stress bei ihr vermeiden
Quelle: imago images / Westend61

Jeder, der eine Katze bei sich zu Hause hat, möchte doch, dass sie sich dort auch wohlfühlt. Wie beim Menschen auch bedeutet Stress genau das Gegenteil, nämlich, dass man sich nicht wohlfühlt. Um den Stress bei der Katze zu vermeiden, gibt es ein paar Regeln, an die man sich halten sollten, wenn man der Katze etwas Gutes tun möchte.

#1: Der Katze Ruhe gönnen

Mit dem Stress, der sich bei Katze und Mensch gleichermaßen in keinem Wohlgefühl äußert, verhält es sich wie mit den Ruhezeiten: Sowohl Mensch als auch Katze brauchen sie. Die Katze kann toben ohne Ende und essen und durch die Gegend streunen, aber es ist sicher, dass sie ab einem bestimmten Zeitpunkt keine allzu großen Kraftreserven hat und sich zurückziehen möchte. Auch wenn du dann noch weiterspielen möchtest, lass sie in Ruhe. Es bereitet ihr nur unnötigen und vor allem vermeidbaren Stress, wenn du sie nicht gehen lässt.

Doch auch wenn du deiner Katze den Stress vermeintlich komplett vermeiden möchtest, machst du auch nicht alles richtig...

Die Katze beschäftigen und mir ihre spielen ist auch wichtig
Quelle: imago images / Westend61

#2: Unterforderung ist nicht weniger schlimm als Überforderung

Wenn dir das vorherige Beispiel nicht bekannt vorkommt, so kommt dir mitunter dieses Beispiel hier bekannter vor. Die Katze möchte weder überfordert noch unterfordert werden. Auch wenn es vielleicht paradox klingt, bedeutet auch Langeweile Stress für deine Katze. Wenn du merkst, sie tapst lustlos durch die Wohnung und maunzt rum, beziehe sie ruhig mit ein. Spiele mit ihr, bring ihr ein kleines Kunststück bei und gib ihr zur Belohnung ein Leckerli. Wenn sie aber nicht darauf anspringt und lieber weiter herumlaufen oder in der Ecke liegen will, dann akzeptiere ihren Willen. Denn du würdest auch keine Sachen machen wollen, auf die du zu dem Zeitpunkt keine Lust hast.

Wenn die Katze mal Zeit für ihr Geschäft braucht, ist gibt es ebenso ein paar wichtige Regeln, an die du dich halten solltest, um ihr einigen Stress zu ersparen...

Den Platz für das Katzenklo sollte man mit Bedacht auswählen
Quelle: imago images / blickwinkel

#3: Katzenklo, Katzenklo, ja da ist die Katze froh

Das ist eigentlich auch ein Grund, den man nur zu gut nachempfinden kann: Eine Katze möchte möglichst ungestört auf die Toilette gehen können. Der Alptraum einer jeden Katze ist ein Katzenklo, das in der Mitte vom Raum oder in einem rege genutzten Durchgangszimmer steht. Besser wäre es, auch weil es thematisch passt, das Katzenklo einfach gleich ins Badezimmer zu stellen. Durch die dort in der Regel verlegten Fliesen lässt sich eventuell daneben geschüttetes Katzenstreu auch besser wieder entfernen.

Das gleiche Muster, das man bei der Wahl des Ortes für die Katzentoilette befolgen sollten, gilt auch generell für die Katze...

Es ist wichtig für die Katze, dass man ihr eine Rückzugsmöglichkeit bietet
Quelle: imago images / blickwinkel

#4: Lass die Katze in Ruhe, wenn sie ihre Ruhe haben will

Ähnlich wie mit dem ungestörten Katzenklo verhält es sich auch mit den generellen Rückzugsmöglichkeiten. Die ganze Zeit auf dem Präsentierteller liegen und jederzeit bereit für die Launen anderer sein möchte doch auch kein Mensch. Katzen möchten von Zeit zu Zeit auch mal die Möglichkeit haben, ganz in Ruhe für sich zu sein und zu dösen oder einfach nichts zu machen. Gut eignen sich dafür auch Kratzbäume oder auch höher gelegene Aufenthaltsmöglichkeiten für Katzen - beispielsweise einfach, indem man ein Kissen aufs Bücherregal legt und auch genug Möglichkeiten bietet, dass die Katze dort auch hingelangen kann.

Und auch beim nächsten Beispiel gilt wieder: Das eine Extrem sollte nicht im gegenteiligen Extrem enden...

Auch für eine Katze ist es wichtig, dass sie ab und zu deine Nähe spürt und ihr Körperkontakt aufbaut
Quelle: imago images / Westend61

#5: Gegen den Stress brauchen auch Katzen deine Nähe

Die Katze aber die ganze Zeit in Ruhe zu lassen, ist auch nicht die richtige Lösung. Ein Mittelweg wäre die perfekte Lösung dafür. Falsch ist es aber auch, wenn du deine Katze auf deinen Schoß setzt und sie dort nicht mehr herunterlässt, auch wenn sie die ganze Zeit Anzeichen macht, eigentlich wieder dort herunterzuwollen (ein häufiger Fehler in der Katzenerziehung). Wenn du ihr die Möglichkeit bietest, sie vielleicht anlockst mit Schnalzgeräuschen oder indem du einladend auf dein Bein klopfst, ist die Wahrscheinlichkeit auch größer, dass sie auch länger auf deinem Schoß verweilen wird. Wenn du dich auf die Couch gelegt hast, hat sie ebenso die Möglichkeit, frei zu entscheiden, ob sie sich zu dir legt. Dann kannst du sie natürlich ausgiebig streicheln. Aber auch wenn sie dir mal in der Wohnung über den Weg läuft, streichel sie ruhig mal zwischendurch und gib ihr dadurch die Nähe, die sie möchte und die sie in jedem Fall verträgt.

Die fünf Tipps verringern das Stresslevel deiner Katze ungemein. Doch hat es sich noch nicht getan. Es gibt viele weitere Dinge, die du über deine Katze wissen solltest, um sie besser verstehen zu können.