10 Lebensmittel, die giftig für deine Katze sind

Katzen schnappen sich gerne mal ungefragt dein Essen. Doch hier ist Vorsicht geboten: Es gibt Lebensmittel, die für deinen Stubentiger giftig sind.

Eine Katze schaut bettelnd nach oben, weil sie Futter abhaben möchte: Doch Lebensmittel können für sie giftig sein.
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Katzen sind wahre Feinschmecker: Sie lieben gutes und nahrhaftes Futter sehr. Wenn du mal etwas essen solltest, kennst du sicherlich den Blick deiner Katze, die dich leidend ansieht, weil sie gerne etwas von deinem Essen abhaben möchte. Doch ist es gut oder gar gesund, hier nachzugeben? Meistens lautet die Antwort: Nein. Katzen vertragen vieles nicht, was wir gerne mögen, einiges kann sogar giftig. Daher kommen hier 7 Lebensmittel, die du deiner Katze nie abgeben solltest.

Wenn sie sich vergiftet hat, zeigt deine Katze meist, dass es ihr nicht gut geht ...

Zwiebeln uns Koblauch sind für Katzen ungenießbar
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Zwiebeln und Knoblauch

Die Zwiebelsuppe ist übrig und du überlegst sie deiner Katze als Leckerli in den Napf zu geben? Das ist keine gute Idee: Sowohl Zwiebeln als auch Knoblauch enthalten die Substanz Allylpropyldisulfid. Die Tiere erleiden also eine Schwefelvergiftung. Diese zerstört die roten Blutkörperchen von Katzen und sorgt so dafür, dass deine Katze an einer Anämie sterben kann. Auch Knoblauch enthält die Substanz.

Neben der Anämie äußert sich diese Vergiftung durch eine erhöhte Atem- und Herzfrequenz, blasse Schleimhäute und dunkel verfärbtem Urin. Fällt dir das auf, solltest du mit deiner Katze so schnell wie möglich zum Arzt, da sie sonst sterben könnte.

Eine Katze darf keine rohen Eier essen
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Rohes Eis

Auch rohe Eier gehören zu den Lebensmitteln, die für Katzen giftig sein können. Eier enthalten Avidin, ein Anti-Vitaminikum. Das kann sich schlecht auf den Stoffwechsel deiner Katze auswirken, sodass sie nicht mehr Fette, Zucker, Aminosäuren und Energie richtig verarbeiten kann.

Katzen sollten keine Leber fressen, da diese zu Nierenversagen führen kann
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Leber

Auch, wenn sie es für's Erste lieben wird, sollten Katzen auch bei Rohfütterung  nie mehr als drei bis fünf Prozent Leber der Fleischmenge essen. Der Grund: Leber enthält extrem viel Vitamin A, das gefressen bei den Stubentigern, zu Knochenproblemen, Lähmungserscheinungen, Nierenschädigungen und Gelenksveränderungen führen kann. Kommt es dann in Folge dessen zu Nierenversagen, kann deine Katze daran sterben.

Rohe Leber solltest du deshalb immer außer Katzenweite stellen. Sie wird nicht wissen, dass das Lebensmittel giftig für sie ist und es verschlingen wollen.

Eine Katze will gewürztes Schweinfleisch essen, doch kann giftig für sie sein
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Gewürztes Fleisch und rohes Schweinefleisch

Die Leckerbissen klaut die Katze gerne mal vom Grill, doch du solltest es um ihrer Gesundheit zuliebe lieber wieder abjagen: Die Gewürze des Fleisches enthalten oft Zwiebel oder Knoblauch, was schlecht für die roten Blutkörperchen deiner Katze ist und Blutarmut verursachen kann.

Auch rohes Schweinefleisch eignet sich nicht als Katzenfutter: Beim Fressen des Fleisches besteht die Gefahr, dass sich dein Tier mit dem Aujeszky-Virus infiziert. In den meisten Fällen verläuft die Viruserkrankung tödlich. Im Gehirn zerstören die Viren das Nervengewebe und das führt letztendlich zum schnellen Tod.

Zu viel Thunfisch kann bei Katzen zu einer Fettleber, Herz- und Augenerkrankungen führen
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Thunfisch und gewürzter Fisch

Ja, das hört deine Katze nicht gerne, aber zu viel Thunfisch kann sehr schädlich sein. Hier gilt: Die Menge macht das Gift. Denn Thunfisch enthält Methylquecksilber, das bei übermäßigem Verzehr zu Nierenproblemen oder sogar zu einer Fettleber, Herz- und Augenerkrankungen führen kann. Du solltest ihr also nur in Ausnahmen und in kleiner Portion den Fisch servieren.

Wie bei Fleisch gilt: Der für uns Menschen geeignete Thunfisch aus der Dose enthält viel Salz und Gewürze, die dem Tier zusätzlich schaden, besonders wenn er mit Zwiebeln oder Knoblauch gewürzt ist.

Eine Katze trinkt Milch: Das kann bei ihr für Bauchschmerzen sorgen
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Milch und milchhaltige Produkte

Das wird vielleicht den einen oder anderen überraschen, aber Milch ist nicht unbedingt gut für Katzen: Als Jungtiere vertragen sie Milch meistens noch, doch viele erwachsene Tiere haben eine Laktoseintoleranz. Das bedeutet, dass sie den Milchzucker in dem Getränk nicht abbauen. Auch in Käseprodukten, Joghurt oder Quark ist dieser enthalten. Auch, wenn Milch für Katzen per se nicht tödlich ist, leiden die betroffenen Tiere unter Blähungen und Verdauungsproblemen. Am besten sollten Katzen deshalb Wasser oder spezielle Katzenmilch trinken. Wichtig ist außerdem, dass sie Nassfutter fressen, da Katzen so am liebsten Flüssigkeit aufnehmen.

Schokolade ist wegen des Stoffes Purikaloid Theobromin für Katzen giftig
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Schokolade und Kakao

Vermutlich hast du dir das schon gedacht: Wie auch für Hunde ist Schokolade für Katzen giftig und kann ohne schnelle Behandlung eines Tierarztes innerhalb von wenigen Stunden zum Tod führen. Der Grund dafür ist das in Kakaobohnen enthaltene Purikaloid Theobromin. Dieser kann das Blut anreichern und wird nur schwer ausgeschieden. Erste Anzeichen für eine Vergiftung sind Durchfall, Erbrechen und Bluthochdruck, ein geschwollener Bauch und Krampfanfälle. Tödlich ist das schlussendlich das Versagen des Herz-Kreislaufs-Systems.

Wenn du den Verdacht hast, dass dein Tier Schokolade gefressen hat, solltest du sofort einen Tierarzt aufsuchen, da nun jede Sekunde zählt.

Eine Katze beobachtet einen Teller mit Rosinen: Steibobst kann eine Katze vergiften
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Steinobst wie Trauben und Rosinen

In Steinobst, zu dem auch Pflaumen, Aprikosen und Pfirsiche gehören, sind Toxine, die Blausäure entwickeln. Zunächst sorgt das bei deiner Katze für Appetitlosigkeit, Magenschmerzen sowie Durchfall. Später folgen dann Übelkeit, Erbrechen sowie Herzklopfen und Atembeschwerden. Bleibt sie unbehandelt, kann die Vergiftung deiner Katze zu Nierenversagen und dadurch auch zum Tod führen. Deshalb solltest du besonders Trauben und Rosinen von ihr fernhalten.

Eine Babykatze beobachtet rohe Kartoffeln, die für sie jedoch giftig sind
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Rohe Kartoffeln und Kartoffelwasser

Was für uns Mensch nicht gut ist, gefällt auch dem Katzenbauch nicht: Die Nachtschattengewächse enthalten den Giftstoff Solanin, der vor allem in den grünen Stellen der Kartoffel vorkommt. Im gekochten Zustand stellen die Kartoffeln keine Gefahr mehr da, das Kochwasser muss aber weggeschüttet werden, weil sich hier das Solanin ansammelt. Bei Katzen treten die Vergiftungserscheinungen bereits auf, wenn sie nur eine kleine Menge roher Kartoffeln fressen.

Anzeichen dafür sind Erbrechen, Durchfall, Desorientierung, Magenkrämpfe und Verwirrtheit.

Kohl,  Bohnen, Erbsen und Linsen sind für Katzen ungesund
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Kohl und Hülsenfrüchte

Katzen vertragen Kohl und Hülsenfrüchte überhaupt nicht. Sie leiden nach dem Fressen unter starken Blähungen, ein übermäßiges Fressen kann bei ihnen zu Bauchkrämpfen, Erbrechen, blutigen Durchfall und Kreislaufkollaps führen. Deshalb sind Bohnen, Erbsen und Linsen tabu.

Du solltest deiner Katze also nicht deine Essensreste zum Fressen geben. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie darunter extrem leiden wird, ist zu hoch. Auch gewisses Spielzeug kann für deine Katze giftig sein.