Das solltest du niemals mit deiner Katze machen

Tu deinem Stubentiger den Gefallen und lass es.

Dieses Bild zeigt eine Katze, die sich vor ihrem Halter versteckt.

Katzen zählen nicht ohne Grund zu den beliebtesten Haustieren weltweit: Sie sind reinlich, kuschelig und unglaublich süß anzusehen. Dennoch machen viele Katzenhalter fatale Fehler im Umgang mit ihren Tieren. Wir verraten dir auf den folgenden Seiten, was du mit deiner Katze auf keinen Fall jemals tun solltest.

Dass man keinem Tier Gewalt antun sollte, ist wohl hoffentlich jedem klar. Auch die Grundversorgung mit Nahrung und Wasser ist ein absolutes Muss. Darüber hinaus braucht jede Katze Liebe und Aufmerksamkeit. So weit, so gut - diese Basics sollte jeder Katzenhalter kennen. Doch wie sieht es aus mit weiteren No-Gos im Umgang mit Katzen? Leider sind die nicht jedem bekannt. Das wollen wir jetzt ändern!

Lies auf den nächsten Seiten, welche häufigen Fehler deinem Haustier schaden.

Dieses Bild zeigt eine Katze, die vor Flöhen, Zecken und Würmern geschützt werden muss.

Fehler #1: Du behandelst deine Hauskatze nicht gegen Flöhe, Zecken oder Würmer.

Für jeden Besitzer einer freilaufenden Katze, die sich auch gern mal auf der Straße oder im Garten herumtreibt, ist das natürlich Pflichtprogramm. Eine Hauskatze ist darauf nicht angewiesen, oder? Falsch.

Der Irrglaube, eine Hauskatze, die die eigenen vier Wände nie verlässt, könne sich unmöglich Parasiten einfangen, ist leider weit verbreitet. Denn auch Katzen, die weder mit der Natur noch anderen Tieren in Kontakt kommen, können unter Würmern und Co. leiden. Die finden nämlich ihren eigenen Weg ins Haus: Über deine Kleidung zum Beispiel, wenn du zu Besuch bei anderen Tierbesitzern warst, oder über Mücken, die gerade in den Sommermonaten zum Fenster hereinschwirren. Daher solltest du alle paar Monate eine Wurmkur machen (alle sechs Monate bei Hauskatzen, alle drei Monate bei Freiläufern) und das Fell des Vierbeiners regelmäßig auf Flöhe und Zecken checken.

Das ist nicht nur deswegen wichtig, weil Würmer im zarten Innenleben der Katze schlimme Folgen haben können, sondern auch, weil Parasiten aller Art auch auf den Menschen übertragen werden können - auf dich! Und das willst du weder deiner Katze noch dir selbst antun, oder?

Dieses Bild zeigt eine Katze, die unbeobachtet streunert.

Fehler #2: Du lässt deine Katze unbeobachtet draußen herumstreunern.

Insbesondere für eine neugierige Katze ist es die Erfüllung eines Traums, wenn du ihr erlaubst, das Haus zu verlassen. Frische Luft, Natur, wilde Tiere - so viel Aufregendes gibt es zu entdecken, und das willst du ihr natürlich gönnen. Doch spätestens dann, wenn deine Katze selbst nach einigen Stunden plötzlich nicht mehr nach Hause kommt, wirst du es bereuen, sie nicht im Auge behalten zu haben. 

Wenn du deine Katze nach draußen lässt, ist das toll - aber lass sie nicht allein. Katzen sind zwar sehr selbstständige Tiere, die auch gut auf sich aufpassen können, doch außerhalb der sicheren vier Wände lauern viele Gefahren, die sie im Ernstfall sogar das Leben kosten und dir viel Trauer bescheren können. Die Straße, der Nachbarshund, die verlorene Orientierung - es gibt viele Risiken, die draußen lauern. Anstatt deine Katze wild draußen herumstreunern zu lassen, solltest du dir die Zeit nehmen, sie dabei zu begleiten (ohne aufdringlich zu werden). 

"Katzengassi" ist dabei allerdings keine so gute Idee, denn Katzen finden die Leine furchtbar. Wer doch nicht darauf verzichten kann, sollte lieber zu einem Katzengeschirr greifen als zu einer Halsbandleine.

Aber Achtung: Ein Spaziergang mit Katze ist deutlich anstrengender als mit Hund, denn Katzen sind unberechenbarer. Außerdem: Eine Katze, die einmal draußen war und sich in die Freiheit verliebt, wird unglücklich, wenn sie danach zu lange in der Wohnung hocken muss. Du solltest dir also darüber im Klaren sein, dass eine freilaufende Katze von dir viel Zeit und Bewegung einfordert!

Dieses Bild zeigt eine Katze an einem Fenster.

Fehler #3: Du lässt das Fenster offen.

Insbesondere für freilaufende Katzen ist ein offenes Fenster eine Einladung in die große, weite Welt - und obwohl man sagt, Katzen landen immer auf den Füßen, können sie sich beim Fall aus großer Höhe schwere Verletzungen zuziehen. 

Aber auch für Hauskatzen können offene Fenster schlimme Folgen haben, denn sie wissen nicht, was dahinter auf sie wartet. Selbst wenn es nicht zu einem Sturz kommt, findet sich die sonstige Hauskatze plötzlich in einer völlig neuen Welt wieder - und kennt den Weg nach Hause nicht.

Unterschätze deine Katze dabei nicht: Sie kann angelehnte Fenster durchaus aufdrücken oder Fliegengitter ganz einfach zerstören. Auch gekippte Fenster sind für sportliche, schlanke Katzen kein großes Hindernis. Achte daher darauf, dass du deinen Vierbeiner nie mit einem offenen Fenster allein lässt!

Dieses Bild zeigt eine Katze, die regelmäßig zum Tierarzt muss.

Fehler #4: Du gehst mit deiner Katze nicht regelmäßig zum Tierarzt.

Deine Katze macht einen gesunden Eindruck - warum solltest du also zum Tierarzt gehen? Ganz einfach: Weil Katzen sich viel Mühe geben, stets fit zu wirken - und weil manche gesundheitlichen Probleme auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind.

Einmal im Jahr sollte ohnehin jede Katze - ob freilaufend oder Hauskätzchen - geimpft werden, und wenn man schon mal da ist, sollte man den Tierarzt bitten, das Haustier gleich durchzuchecken. Der dokumentiert dann nämlich die gesundheitlichen Daten der Katze und hat eine Vergleichsmöglichkeit, sollte denn wirklich mal etwas nicht stimmen.

Dieses Bild zeigt eine Katze in einem Auto.

Fehler #5: Du nimmst deine Katze im Auto mit - aber außerhalb der Transportbox.

Katze und Auto - das passt nicht zusammen, und die meisten Stubentiger verabscheuen es, auf vier Rädern durch die Gegend kutschiert zu werden (insbesondere dann, wenn es zum Tierarzt geht). Manchmal ist das jedoch unvermeidlich. Um es der Katze möglichst recht zu machen, begehen jedoch viele Halter den Fehler, das Tier nicht in der Transportbox, sondern auf dem Schoß zu transportieren. Das kann fatale Konsequenzen haben - denn Katzen sind eigenwilliger als Hunde und möchten nur ungern an Ort und Stelle festgehalten werden. Entwischt das Tier während der Autofahrt, kann das schnell zu Chaos im Wagen führen, und schlimmstenfalls sogar zu einem Unfall.

Also: Egal, wie sehr sich deine Katze vor der Transportbox graust: Im Auto ist sie Pflicht und sollte zudem mit Gurten fixiert werden. Du kannst dem Tier auch die Angst davor nehmen, indem du sie ganzjährlich in der Wohnung offen hinstellst. So wird die Box zu einem alltäglichen Gegenstand, und nicht mehr zur Höhle des Grauens. 

Dieses Bild zeigt eine Katze, die auf einem Tisch liegt.

Fehler #6: Du schubst deine Katze von Kommoden, Arbeitsflächen und Tischen.

Wer kennt das nicht: Man ist gerade beim Kochen, da kommt der Vierbeiner, hüpft neben den Herd und steckt seine neugierige Nase in den Topf. Das finden die wenigsten Katzenhalter schön - mal ganz abgesehen davon, dass die Nähe zur Herdplatte gefährlich sein kann -, und viele neigen dazu, das Tier dann unsanft dazu zu bewegen, von der Arbeitsfläche herunterzuspringen. 

Natürlich sollte man seiner Katze Grenzen setzen - doch immer mit Geduld und Zärtlichkeit. Denn wie ein kleines Kind reagiert auch die durchschnittliche Katze weniger auf "Gewalt" als auf ruhige Erziehungsmaßnahmen. Wenn du deine Katze also davon abhalten möchtest, in Zukunft überall herumzuklettern, gehe sanft mit ihr um und schubse sie nicht. Sie wird dich auch so verstehen.

Dieses Bild zeigt die Zähne einer Katze.

Fehler #7: Du putzt deiner Katze nicht die Zähne.

Hast du deiner Katze schon mal die Zähne geputzt? Vermutlich nicht - und da bist du nicht allein... Leider. Denn Katzen neigen zur Zahnsteinbildung. Die Konsequenz: Mundgeruch, Entzündungen, die sich im Körper ausbreiten, im Ernstfall sogar Zahnverlust, Herz- und Nierenprobleme. Betroffene Katzen leiden unter Schmerzen und verweigern irgendwann sogar die Nahrungsaufnahme. Insbesondere Katzen, die viel Milch trinken und Feuchtfutter bekommen, haben ein hohes Zahnsteinrisiko. Der Zahnstein kann dann nur noch vom Tierarzt entfernt werden.

Wie kannst du vorbeugen? Indem du deiner Katze regelmäßig die Zähne putzt, am besten jeden Tag, mindestens aber einmal die Woche - so wenig ihr das auch gefällt. Zu diesem Zweck gibt es spezielle Katzen-Zahnpasta (z. B. mit Fleischgeschmack) sowie Tier-Zahnbürsten. Beides bekommst du im Zooladen oder beim Tierarzt, der dir auch sagen kann, wie es um die Zähne deines Tieres steht. Manche Zahnpasten werden stattdessen mit dem Finger aufgetragen. Gewöhne deine Katze langsam daran und bereite sie darauf vor, indem du sie ein bisschen von der Zahnpasta probieren lässt.

Dieses Bild zeigt eine Katze bei der Fellpflege.

Fehler #8: Du hilfst deiner Katze nicht bei der Fellpflege.

Deine Katze verbringt gefühlt 1000 Stunden am Tag damit, sich zu putzen? Das ist super und ganz normal - aber bist du jemals auf die Idee gekommen, ihr dabei zu helfen?

Katzen sind dafür bekannt, Haarknäuel hochzuwürgen. Das macht dem Tierchen keinen Spaß, und der Halter freut sich auch nicht darüber, das vom Teppich zu kratzen. Du kannst allerdings dafür sorgen, dass das seltener vorkommt, indem du deine Katze zwischendurch kämmst und so überschüssige Haare entfernst. Im Idealfall gefällt das deinem Tier sogar - und du ersparst ihm unnötiges Gewürge.

Dieses Bild zeigt eine Katze, die sich streckt.

Fehler #9: Du putzt nicht regelmäßig das Katzenklo.

Dies betrifft natürlich nur Katzenhalter, deren Katze keinen Freilauf hat und die dementsprechend ihr Geschäft im Haus - also in der Katzentoilette - erledigt.

Nicht nur, dass deine Wohnung ganz schnell zu stinken anfängt, wenn du vergisst oder zu faul bist, ihr Klo regelmäßig zu reinigen. Auch deine Katze fühlt sich dadurch unwohl. Schließlich sind die Vierbeiner super saubere Tiere, die regelmäßig ihr Fell reinigen und darauf achten, Urin und Kot sorgfältig zu verbuddeln. Das geht aber natürlich nur so lange, wie überhaupt etwas zum Verbuddeln da ist.

Tu euch also beiden einen Gefallen und leere das Katzenklo mindestens einmal am Tag!

Dieses Bild zeigt eine kleine Katze.

Fehler #10 Du rauchst in der Wohnung.

Dass Rauchen absolut ungesund für uns ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Dann stell dir mal vor, wie schädlich der Rauch erst für die kleine Lunge eines Kätzchens ist!

Ähnlich wie bei einem Kind solltest du also auch hier darauf achten, deine Katze möglichst keinem direkten Rauch auszusetzen. Schließlich kann sie sich nicht aussuchen, ob sie diesen inhalieren möchte oder nicht. Selbst wenn sie das Zimmer verlässt, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass zumindest ein Teil des Rauchs den Weg in ihre Lunge findet.

Deshalb lieber draußen rauchen oder - noch besser - komplett aufhören.

Dieses Bild zeigt eine Katze, die Wasser trinkt.

Fehler #11 Du reinigst ihr Wasserbehältnis nicht regelmäßig.

Dass du regelmäßig Wasser und Futter nachfüllen musst, ist dir natürlich bekannt. Aber wie verhält es sich mit der Reinigung der entsprechenden Gefäße? Vielleicht denkst du, dass etwas, das mit Wasser gefüllt wurde, ja ohnehin nie wirklich dreckig wird.

Doch da liegst du falsch! Auch in Wasserbehältern können sich Bakterien und Keime sammeln, die deine Katze krankmachen können. Deshalb solltest du sie regelmäßig ordentlich säubern.

Dieses Bild zeigt eine Katze, die keine laute Musik verträgt.

Fehler #12 Du hörst regelmäßig laute Musik.

Mag ja sein, dass bestimmte Tracks erst richtig gut klingen, wenn sie ordentlich wummern und der Bass dir durch die Glieder fährt. Doch was für dich super klingt, kann für deine Katze eine Qual sein. Weil sie extrem gute Ohren haben, sind diese auch viel lärmenmpfindlicher als unsere. Sei deshalb so nett und halte den Lärmpegel gering.

Dieses Bild zeigt zwei Katzen in Gesellschaft.

#13 Du lässt deine Katze den ganzen Tag allein.

Noch immer herrscht das allgemeine Missverständnis, im Gegensatz zu Hunden bräuchten Katzen keine Aufmerksamkeit und Zuneigung. Das ist aber totaler Quatsch. Nur weil Katzen nicht um die Aufmerksamkeit des Menschen betteln, heißt das nicht, dass sie diese nicht auf ihre Art brauchen. Nicht umsonst kommen sie an, um sich kraulen und streicheln zu lassen.

Solltest du also nur selten zuhause sein, solltest du vielleicht darüber nachdenken, dir noch eine weitere Katze zuzulegen, damit dein Ursprungskätzchen ein wenig Gesellschaft hat.

Dieses Bild zeigt die Körpersprache einer Katze.

#14 Du ignorierst die Körpersprache deiner Katze.

Katzen haben viele Arten, auszudrücken, was sie von einem wollen und in der Regel sind diese ziemlich leicht zu entziffern. Oft sind diese Gesten dazu bestimmt, entweder Glück oder Angst auszudrücken.

Sollte deine Katze also zum Beispiel irritiert wirken und dich anfauchen, wenn du sie anfassen willst, versucht sie dir vermutlich zu zeigen, dass sie gerade in Ruhe gelassen werden will. Diesen Wunsch solltest du respektieren und sie nicht gegen ihren Willen hochheben.

Denn genau so wie wir Menschen, wollen auch Katzen respektiert und zu nichts gezwungen werden, wonach ihnen nicht ist.

Dieses Bild zeigt eine Katze, die draußen sitzt.

#15 Du schimpfst lautstark mit ihr

Klar, macht unser Kätzchen manchmal Dinge, die sie nicht tun darf und da will man gleich mit ihr lautstark schimpfen. Das sollte man besser nicht tun, denn das Gehör der Katzen ist dreimal so gut wie unseres und dementsprechend kann lautes Brüllen sehr schmerzhaft sein für die sensiblen Ohren!

Dieses Bild zeigt eine Katze, die nicht gestört werden möchte.

#16 Du störst sie beim Fressen

Dabei kann sie schnell das Gefühl bekommen, dass du ihr das Futter wegnehmen möchtest, weshalb sie dann anfängt, zu schnell zu schlingen oder dich zu kratzen und zu beißen. Am besten stellst du ihr ihr Futter an einen ruhigen Ort, wo sie weder durch dich noch durch Kinder gestört werden kann. 

Dieses Bild zeigt eine Katze, die eine empfindliche Nase hat.

#17 Du tunkst ihre Nase als Bestrafung in ihre Ausscheidungen

Wenn das Kätzchen fälschlicherweise ihr Geschäft auf dem Fußboden erledigt, neigen viele dazu, ihr Näschen in die Ausscheidungen zu tunken, um ihr zu signalisieren, dass das ein Fehler war. Doch das löst eine andere Wirkung aus: Es kann dem Tier Angst machen und euer Vertrauensverhältnis zerstören. Außerdem würde sie auch nicht verstehen, was genau sie falsch gemacht hat. Besser ist ein einfaches "Nein" und sie anschließend auf das Katzenklo zu setzen. 

Dieses Bild zeigt eine überforderte Katze, die faucht.

#18 Du überforderst sie

Katzenerziehung ist zwar wichtig und auch, dass sie die Regeln lernt, aber man sollte es in gesunden Abständen machen und es nicht übertreiben. Wenn Katzen überfordert sind, kann es dazu führen, dass sie schnell genervt sind oder dass sie entmutigt werden. Das kann im schlimmsten Fall zu Verhaltensproblemen führen. 

Dieses Bild zeigt eine Katze, in deren Erziehung Timing sehr wichtig ist.

#19 Falsches Timing

Bei einer guten Erziehung spielt das Timing eine große Rolle. Egal ob sie gerade belohnt oder bestraft wird: Sie muss verstehen warum. Wenn sie zum Beispiel erfolgreich ins Katzenklo macht und du sie dafür belohnen willst, muss das direkt passieren und nicht erst einige Minuten später, weil sie dann nicht merkt, wofür die Belohnung war. Gutes Timing ist hier das wichtigste, damit sie lernt!