Tiere, die im Netz viral gingen
Das sind die größten Tier-Stars des Internets und wie sie weltweit viral gegangen sind. Sie begeistern Millionen Menschen täglich und wissen es nicht mal.
Wir können einfach nicht anders! Tiere im Netz lösen in uns sofort etwas aus. Manchmal sind sie total verpeilt, fallen irgendwo runter oder schauen uns mit einem frechen Blick an, der uns zum Lachen bringt. Manchmal sind es aber auch Schicksale, die uns nicht nur unterhalten, sondern uns zutiefst berühren und mit einer Intensität unter die Haut gehen, die wir so nicht erwartet hätten. Sie sind einfach ehrlich und kommen wahrscheinlich deshalb so gut auf Social Media an. In diesem Artikel feiern wir die Tiere, die im Internet viral gegangen sind.
Der kleine Affe „Punch“
Der kleine Japanmakake „Punch“ ist Ende Februar 2026 das Gesprächsthema Nummer eins im Netz. Im Ichikawa City Zoo in Japan hat seine eigene Mutter ihn direkt nach der Geburt verstoßen, was ein hartes Urteil in der Tierwelt ist. Ohne die Wärme und den Schutz der Mama war der kleine Kerl dort völlig auf sich allein gestellt und wurde im Gehege sogar von den anderen Affen gemobbt. Sein einziger Rettungsanker war dann ein leuchtend oranges Stofftier. Das Kuscheltier ist für ihn kein Spielzeug, sondern ein echter Mutterersatz, an den er sich klammert, als hinge sein Leben davon ab.
Punch macht Fortschritte
Nachdem das Video, in dem er grob von seinem Stofftier weggezogen wurde, für einen kollektiven Aufschrei sorgte, gibt der Ichikawa City Zoo Entwarnung. Was für uns fies aussah, war bloß „tough love“ seiner Artgenossen. Mit Erfolg: Punch wird jetzt immer öfter beim Kuscheln und gegenseitigen Lausen mit den anderen Makaken gesichtet. Sein geliebtes IKEA-Plüschtier braucht er zwar noch als Backup, aber die echte Affen-Gang akzeptiert ihn langsam als Mitglied.
Die Reaktionen der Fans
Die Reaktionen der Fans unter einem Instagram-Post zeigen, wie sehr das Schicksal des kleinen Makaken die Menschen emotional aufwühlt. Während viele Nutzer*innen einfach nur schockiert sind und schreiben: „Ich hätte den kleinen da raus geholt. Er ist doch noch ein Baby“, schmilzt der Rest bei den Bildern des einsamen Äffchens förmlich dahin – Kommentare wie „Der ist so goldig“ oder „Das berührt mich sehr“ finden sich tausendfach. Doch zwischen all der Begeisterung mischt sich auch Unverständnis über den viralen Hype. Einige User*innen kritisieren die Inszenierung des Leids und finden deutliche Worte: „Weiß gar nicht, warum das so gefeiert wird. Ich finde es einfach nur traurig.“ Diese Kommentare machen deutlich, dass die Grenze zwischen „süßem Content“ und echtem Mitgefühl im Netz oft hauchdünn ist.
Die „Grumpy Cat“
Wenn wir über Tierlegenden im Internet reden, müssen wir über sie hier sprechen: Die „Grumpy Cat“. Bekannt wurde sie wegene ihres dauerhaft missmutigen Blicks. Wahrscheinlich konnte sich Montagsmuffel direkt mit ihr identifizieren. Die wenigsten wissen allerdings, dass hinter ihrem Blick eigentlich ein Gendefekt steckt. Die Katze, die eigentlich Tardar Sauce hieß, litt an felinem Kleinwuchs und einem starken Unterbiss, was ihr dieses einzigartige Gesicht verpasste. Leider ist die berühmte Diva 2019 schon mit nur sieben Jahren verstorben, doch ihre Videos leben weiter. Ein kleiner Side-Fact noch: Die „Grumpy Cat“ war die erste echte Multimillionärin auf vier Pfoten.
Das kleine Flusspferd „Moo Deng“
Moo Deng ist seit September 2024 über Nacht ein kleiner Internet-Star. Ihr Tierpfleger im thailändischen Khao Kheow Open Zoo hatte schon länger Clips von den Tieren gepostet, aber bei Moo Dengs „Drama-Auftritten“ rastete das Internet plötzlich komplett aus. Besonders bekannt sind die Videos, in denen sie ihren Pfleger spielerisch in die Beine beißt oder völlig dramatisch ausrastet, wenn sie mit Wasser bespritzt wird. Moo Deng ist einfach ein kleiner, glitschiger Rebell. Wahrscheinlich ist es der Mix aus ihren riesigen Augen und ihren völlig übertriebenen Reaktionen, der sie zur perfekten Meme-Queen macht. Nach dem ersten Post verdoppelten sich die Besucherzahlen im Zoo und sie wurde zum Meme-Star auf TikTok und Instagram. Inzwischen ist sie so groß, dass sie im Juli 2025 sogar eine riesige viertägige Geburtstagsparty bekommen hat, zu der Tausende Fans aus aller Welt angereist sind.
Die Hündin „Kabosu“
Wenn es eine „Mutter aller Tier-Memes“ gibt, dann ist es Kabosu. Die Shiba-Inu-Hündin wurde weltberühmt, als ein Foto von ihr mit hochgezogenen Augenbrauen und verschränkten Pfoten das „Doge“-Meme erschuf. Doch hinter dem lustigen Blick steckte eine bewegende Geschichte. Kabosu wurde nämlich aus einem Tierheim gerettet und fand bei ihrer Besitzerin in Japan ein liebevolles Zuhause. Im Mai 2024 mussten wir uns jedoch von der Internet-Legende verabschieden, da Kabosu im stolzen Alter von 18 Jahren friedlich eingeschlafen ist.
Der Eisbär „Knut“
Bevor TikTok oder Instagram überhaupt existierten, erschuf ein kleiner Eisbär im Berliner Zoo den ersten globalen Hype. Sein Name war Knut. Als er 2007 zum ersten Mal der Welt präsentiert wurde, brach eine Art „Knut-Manie“ aus, die man heute wahrscheinlich als den ersten echten viralen Megatrend bezeichnen würde. Dass er von seiner Mutter verstoßen wurde und von seinem Pfleger Thomas Dörflein per Hand aufgezogen werden musste, rührte Millionen Menschen zu Tränen. Über Nacht wurde der kleine weiße Fellknäuel zum Gesicht auf Magazin-Covern, in Nachrichtensendungen und sogar auf einer Briefmarke.
Das „Side-Eye“-Eichhörnchen
Wenn dich jemand im Netz so richtig skeptisch von der Seite mustert, ist meistens dieses eine Nagetier gemeint: das allbekannte „Side Eye“-Eichhörnchen. Das kleine Eichhörnchen wurde im Frühjahr 2023 zum globalen Phänomen. Es ist der tierische Inbegriff von „Echt jetzt?“. Ursprünglich stammt der Moment aus einem kurzen Clip, in dem das Tier einfach nur kurz innehielt, doch das Internet erkannte darin sofort die perfekte Reaktion auf jede dumme Ausrede oder fragwürdige Behauptung. Kombiniert mit dem „Bombastic Side Eye“-Sound wurde es zum Standard-Meme für alle, die ihre Verachtung ohne Worte ausdrücken wollen.
Die „Pizza-Ratte“
Wenn es ein Tier gibt, das den täglichen „Hustle“ einer Großstadt perfekt zusammenfasst, dann ist es die Pizza-Ratte. Im September 2015 ging ein kurzes Video aus der New Yorker U-Bahn-Station „First Avenue“ viral und machte ein Nagetier über Nacht zum Star. Die Aufnahmen zeigten eine Ratte, die eine komplette, viel zu große Pizzaschnitte die Treppen hinunterzuschleppen versuchte.