Deshalb lecken Katzen uns ab

Sie meinen es nur gut mit uns! Katzen drücken mit dem Ablecken von Menschen verschiedene Dinge aus und kommunizieren quasi mit uns

Warum lecken Katzen ihre Menschen gerne ab?
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Man sitzt mit seiner Katze auf dem Schoß auf dem Sofa, schmust ein bisschen und plötzlich spürt man etwas raues und feuchtes auf seiner Haut: Die Samtpfote fängt an einen abzulecken. Was für manche wegen der haarigen Zunge des Vierbeiners unangenehm sein kann, finden andere einfach nur niedlich. Aber warum machen Katzen das eigentlich? Versuchen sie wirklich uns zu putzen, oder haben sie ganz andere Hintergedanken? Wissenschaftler benennen drei Gründe für das Lecken, die wir auf den nächsten Seiten für euch zusammengefasst haben. Schon vorher kann gesagt werden: Unsere Katzen wollen nur das Beste für uns und wir sind ihnen nicht etwa zu dreckig oder ähnliches.

Warum Katzen uns ablecken, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten! Denn das könnte 3 häufige Gründe haben:

Katzen zeigen durch das Ablecken Zuneigung.
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3 Gründe, warum eine Katze uns ableckt

Der häufigste Grund dafür, warum Katzen uns ablecken, ist schlicht und ergreifend Zuneigung. Entgegen ihres Rufes sind Katzen sehr soziale Tiere und zeigen durch das Ablecken, dass sie uns mögen. Sie tun das auch gegenseitig, da es sich für sie gut anfühlt und entspannend wirkt. Das übertragen die Stubentiger auf uns und wollen uns so etwas Entspannung verschaffen. Außerdem kann es ein Vertrauensbeweis sein, getreu dem Motto: Was ich ablecke, gehört mir.

Ein zweiter Grund ist der Instinkt von Katzen: Das erste, was sie nach der Geburt spüren, ist die Zunge ihrer Mutter, die sie zunächst säubert. Außerdem wird so die Atmung der Kätzchen animiert. Sie geben uns also die Geborgenheit weiter, die sie durch ihre Mama erfahren haben.

Aber das war noch nicht alles, es gibt noch weitere Ursachen für das Verhalten:

Katzen lecken sich auch selber ab.
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Die Fellpflege bei sich und bei anderen Katzen

Katzen lecken sich natürlich auch selbst ab. In den meisten Fällen dient das der Fellpflege und die kann, wie wir alle wissen, bei Katzen sehr ausgiebig und häufig sein. Allerdings hat es für die Vierbeiner nicht nur eine beruhigende Wirkung, von anderen Katzen abgeschleckt zu werden. Auch, wenn sie sich selbst ablecken, wirkt das entspannend auf sie und dabei wird auch gerne mal geschnurrt. Sollte sich der Stubentiger allerdings auffällig häufig oder doll lecken, kann das ein Zeichen von Stress sein - dann sollte man im Zweifelsfall dem Tierarzt einen Besuch abstatten und sein Verhalten mit dem Tier überdenken sowie Stressquellen vermeiden.

Auch für die Sozialisierung ist die Zunge und der Speichel einer Katze wichtig:

Über die Zunge werden auch Gerüche übertragen.
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Sozialisierung unter Katzen und unter Menschen

Mit dem Lecken tauschen Katzen auch Gerüche aus und markieren somit, wer zusammen gehört. Sowohl unter den Tieren als auch unter den Menschen, mit denen sie zusammenleben, ist es wichtig, dass sie sich am Geruch erkennen und sozusagen zueinander gehören. Schon von klein auf, leckt die Mutter ihre Kitten ab und auch die Kitten sich gegenseitig. Wenn Katzen also zusammenleben behalten sie dieses Verhalten bei und zeigen somit, dass sie zusammen gehören.

Aus ähnlichen Gründen markieren Katzen übrigens auch mit dem Kinn und der Seite ihres Körpers die Möbel in deiner Wohnung: das sogenannte Revierverhalten. So wird der Geruch im ganzen Revier verteilt und du bist somit quasi auch das Revier deines Stubentigers - also sein Mensch. Ein bisschen süß, oder?