Das dürfen Vermieter wirklich bei der Tierhaltung entscheiden

Ihnen sind klare Grenzen gesetzt!

Katze, die Zuhause in einer Wohnung lebt

Jeder hat in seinem Mietvertrag wahrscheinlich eine Klausel, in der es um die Haltung von Haustieren geht. Nur in den seltensten Fällen ist die Haltung unbeschränkt erlaubt. Meist findet sich eine Formulierung, dass Tiere wie Hunde oder Katzen nur nach Rücksprache und ausdrücklicher Genehmigung des Vermieters erlaubt sind - oder dass die Haltung komplett verboten ist.

Das Amtsgericht Köln hat nun in einem Präzedenz über eben eine solche Klausel entschieden - zur Überraschung der meisten Vermieter.

Was entschieden wurde, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten!

Hund sitzt in der Wohnung, weil der Vermieter die Haltung eines Haustieres erlaubt hat

In dem verhandelten Fall zog eine Vermietern gegen ihre Mieterin vor Gericht. Schon bei der Wohnungsbesichtigung wurde letztere darauf hingewiesen, dass unter anderem nur Hunde nach der Erlaubnis der Vermieterin in der Wohnung erlaubt sind. Eine ähnliche Formulierung fand sich schließlich auch Mietvertrag wieder.

Allerdings hatte die Mieterin sich doch einen Hund zugelegt - wogegen die Eigentümerin klagte. Das Gericht entschied nun, dass die Frau ihren Hund in der Wohnung behalten dürfe. Und ging dabei sogar noch einen Schritt weiter, der alle Mieter betrifft.

Was das Gericht genau urteilte, erfahrt ihr auf Seite 3!

Hund sitzt kuschelig Zuhause und sieht glücklich aus, weil das Gerichtsurteil viele Tierhalter glücklich macht

Das Gericht urteilte, dass solche Formulierungen im Mietvertrag an sich unwirksam sind. Zum einen ist nicht klar, ob eine Erlaubnis des Vermieters überhaupt möglich ist. Außerdem stellten solche Klauseln eine Benachteiligung der Mieter dar. Zumal wenn das Haustier weder Lärm macht noch sonstige Störungen verursacht. 

Auch müssen die Vermieter nicht informiert werden, wenn man sich ein Haustier anschafft. Dies würde nur Sinn machen, wenn eine Erlaubnis des Vermieters notwendig wäre - und das sei sie ja nicht.

Für viele Tierfreunde dürfte dieses Urteil ein Grund zum Feiern sein.