Schutz für Hunde im Winter: 10 Dinge, die jeder Hundehalter beachten sollte

Die kalte Jahreszeit ist auch für deinen besten Freund eine Herausforderung: Im Winter solltest du das zum Schutz beachten, damit dein Hund gesund bleibt.

Ein Hund tobt durch den Schnee
Quelle: MJ

Die meisten Hundebesitzer wissen, dass man im Sommer aufpassen muss, dass der Hund die heiße Jahreszeit gut übersteht und gesundheitliche Notfälle vermieden werden können. Aber auch der Winter ist eine Herausforderung für deinen Hund. Viele Menschen ahnen jedoch leider nicht, dass sie in dieser Zeit zu viel von ihrem Vierbeiner verlangen und überanstrengen ihn. Das kann besonders für ältere Hunde gefährlich werden. Zum Schutz deines Hundes solltest du jedoch einige wichtige Punkte beachten, wenn die Temperaturen unter fünf Grad sinken.

Auf den nächsten Seiten verraten wir, was du im Winter bei Spaziergängen mit deinem Hund beachten solltest und wie du ihn am besten auf Frost und Eis vorbereitest ...

Hunde mit dünnem Fell brauchen eine Jacke
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#1 Die richtige Winterjacke für deinen Hund

Nicht jede Hunderasse ist mit einem dicken Fell eines Huskys oder Berner Sennenhundes ausgestattet und damit für den Winter gerüstet. Gerade Hunderassen, die aus wärmeren Ecken der Erde stammen und dünnes Fell haben, müssen ab Temperaturen unter fünf Grad, bei kaltem Regen und Schnee, eine warme Jacke anhaben. Davon sind zum Beispiel Podencos, Windhunde und Nackthunde betroffen. Sie haben besonders am Bauch kein Unterfell und werden dort schnell unterkühlt. Aber auch kleine Hunde wie Dackel, die sehr nah am Boden sind, sollten dringend warm angezogen werden, wenn es kalt wird. Auch alte und kranke Tiere können schneller frieren und besonders ältere Tiere, die eher langsam unterwegs sind, können schneller auskühlen.

Auch Hunde können sich erkälten und schlimmstenfalls an einer Lungenentzündung sterben. Auch Blasenentzündungen sind leider nicht unüblich. Wenn du nicht sicher bist, ob dein Hund eine Jacke braucht, solltest du deinen Tierarzt fragen.

Viele Menschen machen außerdem im Winter einen Fehler beim Spazierengehen ...

Die meisten Hundebesitzer wollen ihrem Hund mit einem langen Spaziergang etwas Gutes tun.
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#2 Zu lange Spaziergänge schaden

Die meisten Hundebesitzer wollen ihrem Hund mit einem langen Spaziergang etwas Gutes tun. Denn sie glauben ihren Hund so optimal auszupowern und damit glücklich zu machen. Doch im Winter brauchen auch Hunde mehr Energie, um sich warmzuhalten. Wenn es also sehr kalt ist, es dolle regnet oder schneit, ist es für deinen Hund anstrengender als bei wärmeren Temperaturen. Wenn er sich jetzt noch erkältet, kann dies schnell zu einer Lungenentzündung führen. 

Daher solltest du deinen Hund bei kalten und nassen Temperaturen im Winter lieber schonen und die Spaziergänge auf kurze Runden runterbrechen. Der Hund wird es dir danken.

Für Hunde, die geschoren werden müssen, gelten im Winter ebenfalls besondere Regeln:

Hund mit wildem Fell
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#3 Keine Kurzhaarfrisur im Winter

Die meisten Hunde haben Haare im Fell, die irgendwann ausfallen. Durch Fellwechsel wird zwischen Winter- und Sommermonaten dann einfach gewechselt. Bei ihnen ist es überflüssig, dass Fell zu scheren. Doch bei Hunden, die Haare haben, die wachsen und eben nicht ausfallen, verhält es sich anders. Das gilt zum Beispiel für Pudel. Hier wird empfohlen, dass Fell als zwei bis drei Monate zu kürzen. Doch gerade im Winter solltest du das Fell deines Hundes nicht zu kurz schneiden, damit dies ihn in der Kälte und Regen schützen kann. Besonders am Bauch sollte es hier nicht zu kurz geraten.

Auch die Pfoten eines Hundes können unter der Kälte leiden ...

Im Winter können Hunde unter schmerzhaften Erfahrungen leiden, wenn Schnee, Streusplit und Salz ihre Pfoten verletzen.
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#4 Die richtige Pfotenpflege

Viele werden sich jetzt denken: Ein Hund ist doch ein Tier! Warum braucht es Pfotenpflege? Aber du solltest bedenken, dass die Umgebung des Hundes durch den Eingriff des Menschen nicht mehr natürlich ist und man zum Wohle des Hundes deshalb verschiedene Maßnahmen ergreifen sollte.

Im Winter können Hunde unter schmerzhaften Erfahrungen leiden, wenn Schnee, Streusplit und Salz ihre Pfoten verletzen. Du kannst jedoch vorbeugend agieren: Durch das vorsichtige Kürzen des Fells zwischen den Zehen reduzierst du die Anhaftung von Schnee. Das Einreiben der Pfoten mit Vaseline oder Melkfett bildet eine schützende Fettschicht. Sensible Hunde können auch langsam an das Tragen von Schuhen gewöhnt werden. Nach dem Spaziergang sollten die Pfoten unter lauwarmem Wasser gereinigt werden, um Eis, Splitt und Salz zu entfernen. Das Trocknen mit einem Föhn ist aufgrund der Lautstärke und möglichen Ängsten der Hunde jedoch nicht empfehlenswert.

Auch bei den Fressgewohnheiten solltest du bei deinem Hund im Winter achtsam sein:

Ein Hund sollte Schnee nicht fressen
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#5 Lass deinen Hund keinen Schnee fressen!

Als Kinder haben wir gerne mal an Schnee geleckt und deshalb denken sich viele Menschen nichts dabei, wenn ihr Hund Schnee frisst. Doch das solltest du dringend unterbinden, denn es kann für deinen Hund schädlich sein. Abgesehen von den Schadstoffen, die sich im Schnee ablagern können, kann dies noch auf eine andere Art negative Auswirkungen haben: Wenn Schnee in den Magen gelangt, können die Magenschleimhäute gereizt werden. Die Folge ist eine Gastritis. Typische Symptome sind unter anderem Erbrechen und Durchfall. Biete deinem Hund stattdessen Wasser in Zimmertemperatur an, denn das Essen von Schnee zeigt, dass er durstig ist.

Auf eine weitere Sache solltest du beim Spazierengehen achten:

Draußen sollte man im Winter keine lange Pause machen
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#6 Draußen: Immer in Bewegung bleiben!

Wenn du mit deinem Hund draußen bist, solltest du dich anders als im Sommer verhalten. Damit dein Vierbeiner nicht so schnell auskühlt, ist es wichtig, dass er in Bewegung bleibt und sich selbst aufwärmt. Wenn du dich mit einem Freund unterhältst und kurz stehen bleibst, kann dein Hund schnell frieren, vor allem wenn er kurze Beine hat oder sein Fell nicht genügend isoliert. Besonders der Bauchraum ist anfällig für Kälte. Daher ist es ratsam, nicht zu lange an einer Stelle zu verweilen, um deinem Hund ein angenehmes Wohlbefinden zu ermöglichen.

Nach dem Spaziergang solltest du eine Sache nie vergessen ...

Ein Hund wird abgetrocknet
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#7 Einmal ordentlich abtrocknen, bitte!

Nach einem winterlichen Spaziergang ist es entscheidend, deinen pelzigen Begleiter richtig abzutrocknen, um ihm maximalen Komfort zu bieten. Schnee, Streusplit und Salz können die Pfoten deines Hundes belasten. Nach der Rückkehr sollten die Pfoten unter lauwarmem Wasser gereinigt werden, um jegliche Rückstände zu entfernen. Ein behutsames Abtrocknen ist daraufhin essenziell, um möglichen Frostschäden vorzubeugen. Dabei ist ein Föhn ungeeignet, da die Lautstärke viele Hunde verschreckt. Trockne das Fell vorsichtig mit einem Handtuch, um eine angenehme Temperatur zu bewahren. Diese einfache Routine schützt nicht nur vor Kälte, sondern stärkt auch die Bindung zwischen dir und deinem tierischen Gefährten.

Bezüglich einer Sache solltest du im Winter besonders vorsichtig sein ...

In den frostigen Monaten ist es wichtig, deinen Hund nicht auf Diät zu setzen, sondern seine Bedürfnisse zu verstehen.
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#8 Winterspeck ist okay

In den frostigen Monaten ist es wichtig, deinen Hund nicht auf Diät zu setzen, sondern seine Bedürfnisse zu verstehen. Der Winter stellt für Hunde eine Herausforderung dar, da sie mehr Energie benötigen, um sich bei niedrigen Temperaturen warm zu halten. Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend, um den zusätzlichen Energiebedarf zu decken und ein gesundes Gewicht zu erhalten. Eine angemessene Menge hochwertigen Futters sorgt zudem für eine gute Thermoregulation und stärkt das Immunsystem. In der kalten Jahreszeit braucht dein pelziger Freund mehr Nährstoffe, um sich vor Kälte zu schützen – eine ausgewogene Ernährung ist somit der Schlüssel zu einem glücklichen und gesunden Winter für deinen Hund.

Du kannst auch noch dafür sorgen, dass es deinem Hund im Winter gut geht ...

Ein Hund wird gebürstet
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#9 Bürsten gegen die Kälte

Im Winter ist regelmäßiges Bürsten deines Hundes von essenzieller Bedeutung, um seine Gesundheit und sein Wohlbefinden zu fördern. Das dichte Winterfell schützt vor Kälte, kann aber dazu neigen, sich zu verfilzen. Durch das Bürsten werden lose Haare und abgestorbene Hautschüppchen entfernt, wodurch die Luftzirkulation verbessert wird und die isolierende Wirkung des Fells erhalten bleibt. Verfilzungen können zu Hautproblemen führen und den natürlichen Wärmeschutz beeinträchtigen. Zudem ermöglicht das Bürsten das frühzeitige Erkennen von Hautirritationen oder Zecken. Diese einfache Pflege fördert nicht nur das Wohlbefinden deines Hundes, sondern stärkt auch die Bindung zwischen euch.

Aber was, wenn sich der Hund trotz aller Maßnahmen erkältet?

Wenn dein treuer Begleiter sich im Winter erkältet, ist schnelles Handeln gefragt, um sein Wohlbefinden zu gewährleisten.
Quelle: MJ

#10 Tee hilft gegen Erkältung auch bei Hunden!

Wenn dein treuer Begleiter sich im Winter erkältet, ist schnelles Handeln gefragt, um sein Wohlbefinden zu gewährleisten. Zunächst solltest du ihn warm halten und vor Zugluft schützen. Lege ihm eine gemütliche Decke bereit und sorge für eine angenehme Raumtemperatur. Eine ausgewogene Ernährung mit zusätzlichen Nährstoffen stärkt sein Immunsystem. Beruhigende Kräutertees können helfen, seine Atemwege zu öffnen. Regelmäßige kurze Spaziergänge an der frischen Luft fördern die Genesung, aber vermeide dabei eisige Temperaturen. Bei anhaltenden Symptomen ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam. Eine liebevolle Pflege, Ruhe und Aufmerksamkeit werden deinem kranken Hund rasche Besserung bringen.

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