Erste Hilfe nach Giftköder: Wie rette ich meinen Hund?

Erste Hilfe nach Giftköder: Auch wenn man es sich kaum vorstellen kann, gibt es Hundehasser, die Giftköder verteilen. Wie kannst du deinen Hund retten?

Erste Hild bei Hunden, die einen Giftköder verschluckt haben.
Quelle: imago images / Cavan Images

Hunde sind allseits beliebt, versüßen uns den Alltag und bringen uns immer wieder zum lachen - möchte man zumindest meinen. Denn es gibt immer wieder Manchen, die Hunde geradezu abgrundtief hassen müssen und daher Giftköder auslegen. Diese können in unterschiedlichster Form vorkommen: Es können mit Gift gefüllte, für Hunde anziehende Hackfleischbällchen sein, Leckerlies oder Würste, die mit scharfkantigen Gegenständen versehen sind. Wir möchten natürlich unsere süßen Vierbeiner davor schützen, doch was, wenn es bereits zu spät ist? Was passiert nach der versehentlichen Einnahme von Giftköder? Wir verraten dir Erste Hilfe Tipps, die du tun kannst, wenn das Unvorstellbare wirklich passiert. 

So kannst du bei einem Ernstfall handeln:

Wie schützt man seine Vierbeiner?

Es kann doch wohl unmöglich sein, die treuen Vierbeiner mit ihrem unschuldigen und zugleich zuckersüßen Blick nicht zu lieben. Sie sind unsere treuen Weggefährten, kuscheln uns warm und sind die wohl besten und ruhigsten Zuhörer. Nicht umsonst wird ein Hund für sein Herrchen häufig zu einer sehr wichtigen Bezugsperson, zu einem echten Familienmitglied. Doch leider empfinden nicht alle Menschen so, denn es gibt auch diejenigen, die diese Liebe zu Hunden nicht teilen. Nicht selten kommt es daher vor, dass man immer wieder Giftköder findet, ausgelegt von Menschen, die Hunde nicht leiden können. Und so sehr du auch versuchst deinen Liebling zu schützen, kann es immer sein, dass er aus Versehen einen dieser Köder isst - die Folgen können schwerwiegend sein. 

Das kannst du allerdings tun, um in solchen Fällen Erste Hilfe zu leisten:  

Bei einer Vergiftung deines Hundes solltest du sogleich zum Arzt gehen.
Quelle: imago images / Christian Mang

Ab zum Tierarzt, aber bitte schnell

Kommt dir dein Hund merkwürdig vor, ist er anders als sonst und weist er mögliche Anzeichen einer Vergiftung auf? Dann liegt es jetzt an dir, schnell zu handeln und am besten sofort dem Tierarzt einen Besuch abzustatten. Denn bereits in kürzester Zeit kann das Gift der Köder wirken. Die Symptome einer Vergiftung sind häufig nicht sofort erkennbar, da sie sich erst später bemerkbar machen können. Zu möglichen Symptomen einer Vergiftung können diese Anzeichen zählen:

* Übermäßiges Hecheln

* Erbrechen

* Veränderung der Pupillen

* Veränderte Verhaltensform, Teilnahmslosigkeit

*Unruhe

* Zittern

Auf keinen Fall solltest du bei deinem Hund ein Erbrechen herbeiführen, da dies die Situation noch verschlimmern könnte.

Der Weg zum Tierarzt ist unumgänglich und sollte lieber früher als später getan werden. Dennoch gibt es einen Tipp, der häufig nach einer Vergiftung angewendet wird:

Auch Aktivkohle kann als Erste Hilfe Maßnahme angewendet werden.
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Das kannst du tun im Falle einer Vergiftung

Regel Nummer eins: Hände weg von einer Selbstmedikation, wenn dein Hund vergiftet worden ist. Bei vielen ist allerdings die Verabreichung von Kohletabletten (1g Aktivkohle pro 1kg Körpergewicht) aus medizinischer Kohle beliebt. Sie sind das einzige Mittel, das Herrchen ihren Hunden bei einer Vergiftung verabreichen können. Auch hier gilt: Umso schneller, desto besser, denn es zählt jede Minute und je schneller die Aktivkohle mit dem Gift im Magen in Berührung kommt, desto höher sind die Chancen, dass es gegen das Gift wirken kann. Sollte wirklich der Ernstfall eintreten, sollte man allerdings immer zusehen, so fix wie möglich zum Tierarzt zu kommen. Eine Vergiftung ist und bleibt ein tiermedizinischer Fall und muss daher von einem Arzt behandelt werden. 

Daher nicht lange überlegen und lieber gleich mit deinem Liebling hinfahren!