Diese Hunderassen kommen nicht gut mit anderen Hunden aus

Bevor du dir einen Hund anschaffst, möchtest du wissen, ob er mit anderen zurechtkommt? Heute stellen wir dir zehn unverträgliche Rassen vor.

Nicht immer verlaufen Hundebegegnungen problemlos.
Quelle: IMAGO / Meike Engels

Normalerweise sollte man Hunde schon möglichst früh mit Artgenossen sozialisieren, davon hast du bestimmt auch schon einmal gehört. Es gibt aber auch Hunderassen, die das so gar nicht mögen und mit anderen einfach nicht auskommen, egal, was du auch versuchst. Grundsätzlich ist das Verhalten gegenüber anderen Tieren allerdings auch immer eine Sache der Erziehung und Erfahrung und Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn dein Hund also auf dieser Liste auftaucht, solltest du trotzdem versuchen, ihn mit anderen zusammenzubringen. Anhand seiner Reaktion kannst du dann ablesen, ob ihm der Kontakt gut gefällt oder nicht.

Chihuahuas haben nicht ohne Grund einen bestimmten Spitznamen.
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#1 Chihuahua*

Den Spitznamen „Kampfzwerg“ hat der Chihuahua nicht ohne Grund. So ist der kleine Begleiter zwar niedlich, allerdings ist er auch ein guter Wachhund. Das zeigt sich nicht nur bei Begegnungen mit fremden Menschen, sondern auch bei anderen Hunden. Je nach Charakter kann der Chihuahua hier sehr laut oder sogar aggressiv werden, um sein Revier und sein Herrchen/Frauchen zu beschützen. Dass das manchmal gar nicht nötig ist, versteht er trotz seiner Intelligenz nicht. Im Allgemeinen gilt diese Rasse als sehr misstrauisch.

Das süße Aussehen kann täuschen.
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#2 Zwergspitz

Auch der Zwergspitz gehört zu den kleineren Rassen, die aber einen großen Beschützerinstinkt aufweisen. Dieser Hund ist flauschig und meist freundlich, außer er begegnet fremden Hunden oder Menschen. Dabei macht die Größe des Gegenübers ihm nichts aus. Der Zwergspitz wird sich unter Umständen selbst auf große Hunde stürzen, wenn ihm etwas an ihnen nicht gefällt. Sorge also dafür, dass du ihn an der Leine hast, damit es nicht zu Verletzungen kommt, wenn ihr Artgenossen begegnet, und gewöhne deinen Spitz möglichst schon im Welpenalter an solche Kontakte.

Der Shar-Pei sollte schon im Welpenalter sozialisiert werden.
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#3 Shar-Pei*

Der Shar-Pei gilt als eher ruhiger Hund, der selten bellt und nicht als Wachhund geeignet ist. Das bedeutet aber nicht, dass er gegenüber allen anderen Lebewesen freundlich ist. Bestenfalls bringst du ihm schon im Welpenalter bei, dass Begegnungen mit anderen Menschen und Artgenossen etwas Schönes sind, ansonsten wird er Fremden gegenüber skeptisch und im schlimmsten Fall sogar aggressiv . Das würde nicht nur für ihn, sondern auch für dich und dein Umfeld Stress bedeuten und ließe sich nur schwer wieder abtrainieren.

Der Schnauzer mag nur Tiere, mit denen er aufgewachsen ist.
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#4 Schnauzer

Der Schnauzer fordert allgemein jede Menge Aufmerksamkeit und muss von Anfang an gut erzogen und bespaßt werden, damit er nicht selbst die Führung in eurem kleinen Familienrudel übernimmt. Der Kontakt mit Artgenossen fällt ihm schwer, es sei denn, es sind Tiere, mit denen er schon im Welpenalter gespielt hat und die mit ihm aufgewachsen sind. Dann können es sogar Katzen sein, die mit ihm in einem Rudel leben. Da der Schnauzer dazu tendiert, viel zu bellen und sein Rudel zu beschützen, sollten Begegnungen mit fremden Hunden im Erwachsenenalter möglichst vermieden werden.

Wird die Deutsche Dogge aggressiv, kann es gefährlich werden.
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#5 Deutsche Dogge*

Es ist kein Geheimnis, dass die Deutsche Dogge zu den  Riesen  unter den Hunden zählt. Dadurch wirkt sie auf den ersten Blick gefährlich, was sie aber eigentlich gar nicht ist. Diese Rasse liebt Menschen und gilt als sanftmütig und gehorsam. Ohne Training kann die Dogge zu einer großen und gefährlichen Belastung werden, gerade wenn sie ihren Beschützerinstinkt auslebt und auf andere Hunde losgeht. Wenn sie dann nicht auf dich hört, gibt es kaum noch eine Chance, sie zurückzuhalten, es sei denn, du bist selbst zwei Meter groß und muskelbepackt.

Der Schäferhund ist sehr misstrauisch.
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#6 Schäferhund

Wenn du einen treuen Hund haben möchtest, der für viele verschiedene Aufgaben geeignet ist, ist der Schäferhund die richtige Wahl. Allerdings ist diese Rasse wahrscheinlich auch die misstrauischste auf dieser Liste. Schon im Welpenalter muss der Schäferhund viel Kontakt mit fremden Menschen und anderen Hunden haben, um sich daran zu gewöhnen. Sollten ihm diese positiven Erfahrungen verwehrt bleiben, wird er das im Erwachsenenalter bei Begegnungen zeigen und lässt sich das Misstrauen dann nicht mehr abtrainieren. Dann könnte der Hund auch zu aggressiven Reaktionen tendieren.

Futterneid ist bei Englischen Bulldoggen ein großes Thema.
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#7 Englische Bulldogge*

Die Englische Bulldogge gehört zu den freundlichen und anhänglichen Rassen, auch wenn ihr Gesicht manchmal eher eine miese Stimmung vermuten lässt. Normalerweise verstehen sich diese Hunde mit allen Lebewesen, sofern sie keine negativen Erfahrungen mit ihnen gemacht haben. Das kann sich allerdings ganz schnell ändern, wenn es um Futter geht. Du solltest also darauf achten, dass nichts und niemand dem Napf dieser Fellnase zu nah kommt, um Aggressionen zu vermeiden. Am besten bringst du ihm schon früh bei, dass du ihm Dinge aus dem Mund nehmen darfst, falls er einmal etwas fressen sollte, das schädlich für ihn sein sollte.

Diese Rasse mag keine Artgenossen.
Quelle: IMAGO / Zoonar

#8 Akita Inu

Akita Inus gelten als stolze und unabhängige Tiere, die ihren Besitzer*innen gegenüber besonders loyal sind. Diese Loyalität kann aber auch schnell in einen Beschützerinstinkt umschlagen, wenn fremde Hunde dir oder eurem Territorium zu nah kommen. Doch selbst, wenn es nicht so weit kommt, ist diese japanische Rasse eher ruhig und zurückhaltend. Von Artgenossen hält sie generell nicht viel und zeigt ihnen meist die kalte Schulter. Trotzdem sollte sie an den Kontakt mit anderen gewöhnt werden, um aggressives Verhalten zu verhindern. Dabei gilt, dass Ignorieren besser ist als Aggression.

Der Dackel ist gerne dominant.
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#9 Dackel*

Der Dackel ist ein typischer Jagdhund mit einem unabhängigen Charakter und jeder Menge Mut. Meistens ist er gegenüber anderen Lebewesen freundlich, doch wenn er sich bedroht fühlt, kann er territorial werden. Außerdem mag er es, anderen Hunden gegenüber seine Dominanz zu zeigen. Auch hier ist es also wichtig, schon im Welpenalter möglichst viele Begegnungen zu organisieren, um deinem Hund zu zeigen, dass seine Artgenossen ihm nichts Böses wollen. Generell empfiehlt es sich, mit dem Dackel eine Hundeschule aufzusuchen, um seine Sturheit und seinen Jagdinstinkt unter Kontrolle zu bekommen.

Der Australian Cattle Dog ist ein typischer Hütehund.
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#10 Australian Cattle Dog

Als klassischer Hütehund zeigt der Australian Cattle Dog gegenüber anderen Hunden seine Dominanz. Da er zusätzlich auch noch sehr energisch ist, können Begegnungen mit Artgenossen schnell chaotisch werden und schlimmstenfalls zu Verletzungen führen. Deshalb ist es wichtig, ihn vorsichtig und möglichst noch im jungen Alter an andere Hunde heranzuführen und ihn dabei positiv zu bestärken. Das fördert seine Motivation und sorgt dafür, dass er sich trotz seiner Unabhängigkeit auf die Trainingseinheiten einlässt. Bei der Erziehung dieser Rasse ist Geduld der Schlüssel.

Viele Hunderassen sind leider von Merkmalen der Qualzucht betroffen.
Quelle: IMAGO / Westend61

*Disclaimer: Es ist wichtig anzumerken, dass dieser Artikel nicht dazu gedacht ist, zum Kauf oder zur Unterstützung bestimmter Hunderassen zu animieren. Die Qualzucht bei Hunden wird aus Sicht des Tierschutzes immer mehr als besorgniserregendes Problem erkannt und sollte daher kritisch betrachtet werden. Vierbeiner, die durch gezielte Zuchtpraktiken auf bestimmte äußerliche Merkmale gezüchtet werden, können oft mit schwerwiegenden Gesundheitsproblemen und einem erhöhten Risiko für genetisch bedingte Krankheiten konfrontiert sein. Bevor du dich für den Kauf oder für die Adoption eines Hundes entscheidest, solltest du dich also ausreichend über das Thema informieren. Darüber hinaus ist es ratsam, Tierheime und Rettungsorganisationen in Betracht zu ziehen, um einem Hund in Not ein liebevolles Zuhause zu bieten.

Pinterest Pin Hundekontakt? Nein, danke! Diese Rassen haben keinen Bock auf Artgenossen