Wie oft und wogegen du deinen Hund impfen lassen solltest

Die Gesundheit deines Hundes ist wichtig

hun beim Tierarzt

Der Hund ist der beste Freund des Menschen und steht ihm immer treu zur Seite. Kein Wunder also, dass wir wollen, dass es unseren Vierbeinern immer gut geht. Hundebesitzer wissen alle, wie hart es mal sein kann, wenn der Hund krank wird und leidet. Um das vorzubeugen sind regelmäßige Besuche beim Tierarzt daher ein Muss. 

Hier ist es aber auf jeden Fall sehr sinnvoll, wenn euer Tierarzt auch wirklich "Up to date" ist, was das Medizinische angeht. Es gibt nämlich zahlreiche Ärzte, die eben nicht auf dem neuesten Stand sind und sich an veraltete Methoden halten. So zum Beispiel beim Impfen. Hier hieß es nämlich jahrelang, dass Impfstoffe bei Hunden nicht lange wirken und deshalb jährlich nachgeimpft werden muss. Das erwies sich aber als falsch und war lediglich eine kluge Marketingstrategie. 

Wir verraten euch, wie oft und wogegen ihr euren Vierbeiner wirklich impfen lassen solltet. 

Hund beim Tierarzt, spritze

Hepatitis (HCC)

Die äußerst ansteckende Leberentzündung kann im schlimmsten Fall tödlich enden. Laut einer Studie in den USA ist bewiesen worden, dass man noch fast ein ganzes Jahrzehnt später Antikörper hat. Bei der Krankheit bilden sich Immungedächtniszellen, die vermutlich lebenslang im Körper bleiben und man deshalb nach 7 Jahren nachimpfen sollte. Natürlich neben der Grundimmunisierung, die euer Tierarzt empfiehlt.

Welpe mit Arzt

Staupe

Wie schon bei der Hepatitis bildet Staupe Immungedächtniszellen, die wohl ein Leben lang im Körper des Hundes bleiben. Die Virusinfektion sorgt für Fieber und Abgeschlagenheit und kann schlimme Folgen haben. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass nach einer Impfung gegen Staupe noch 7 Jahre später genauso viele Antikörper vorhanden waren wie im ersten Jahr der Impfung. Die in England durchgeführte Studie wurde nach sieben Jahren abgebrochen.

Sinnvoll ist es hier also, eine Grundimmunisierung machen zu lassen (Welpen) und nach zirka sieben Jahren die Staupe-Impfung zu wiederholen. Sicherheit geht vor. 

hund bei der tierärztin, junge frau

Tollwut

Tatsächlich bist du in Deutschland nicht dazu verpflichtet deinen Hund gegen Tollwut impfen zu lassen. Was jedoch für so manch einen Hundebesitzer als Vorteil klingen mag, kann sich sehr schnell in einen wahren Albtraum verwandeln. 

In Deutschland ist die Tollwut nämlich eine anzeigepflichtige Tierseuche. Das bedeutet: Ein Besuch beim Tierarzt und ein bloßer Verdacht auf Tollwut kann dazu führen, dass euer Vierbeiner beim Veterinäramt landet und letztendlich eingeschläfert wird. Anschließend wird dein Hund aufgeschnitten und aus dessen Gehirn Proben entnommen, um die Krankheit zu untersuchen. Wer hier also keinen gültigen Impfpass vorzeigen kann, der wird so gut wie keine Chance haben, seinen Hund vor diesem Schicksal zu retten.

Lasst also am besten alle drei Jahre eine Nachimpfung machen und lasst die Länge der Impfung auch in euren Impfpass eintragen. 

kleiner welpe beim tierarzt

Parvovirose

Auch bei der Parvovirose handelt es sich um eine Virusinfektion. Die hochansteckende und meist akut verlaufende Infektionskrankheit kann schnell lebensbedrohlich werden. Studien haben, wie schon bei Staupe und Hepatitis, ergeben, dass die Impfung gegen Parvovirose langanhaltend ist. Alle sieben Jahre die Impfung zu wiederholen reicht also.