Warum zwinkern Hunde?

Viele Hundebesitzer haben vielleicht schon einmal davon gehört, aber ist es wirklich wahr? Zwinkern Hunde? Und warum tun die Vierbeiner das überhaupt?

Der Hund zwinkert.
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Für viele Menschen sind Hunde ein toller Ersatz für menschliche Nähe, selbst wenn sie das niemals zugeben würden. Das ist erst mal auch gar nicht weiter schlimm, denn wir alle wollen natürlich nur das beste für den Vierbeiner und kümmern uns liebevoll um sein Wohlergehen! Manche Dinge solltest du dabei aber unbedingt lassen, denn bestimmte Dinge kann ein Hund gar nicht leiden. Einige Hundebesitzer gehen vielleicht sogar so weit, sich zu fragen, ob sie dem Hund rohes Fleisch zu fressen geben sollen oder lieber nicht. Aber abgesehen von dem Essen ist dir schon mal aufgefallen, dass dein Hund zwinkert? Zwinkern bei einem Hund? Kein Scherz, es gibt sogar Gründe, warum ein Hund das tut:

Manche vermenschlichen den Hund so sehr und denken, der Hund zwinkert.
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Bildest du dir das nur ein?

Manche HundebesitzerInnen vermenschlichen den Hund bis aufs Äußerste. Dabei wird dem Hund nicht nur Kleidung angezogen, sondern auch ein Sitzplatz am Tisch für den Vierbeiner freigeräumt. Bei einem gemeinsamen Essen wird dann noch der gemeinsame Tag besprochen und der Vierbeiner schaut dich rührselig an und bellt zur Zustimmung? Naja nicht ganz, aber das mit dem zwinkern tun manche Hunde tatsächlich. Du bildest dir das also nicht nur ein! 

Das könnten die Gründe dafür sein:

Der Hund zwinkert, weil etwas in seinem Auge ist.
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#1 Sie haben etwas im Auge 

Wenn du deinen Vierbeiner anschaust und siehst, dass er gerötete Augen hat und vielleicht sogar ein paar Hundetränen vergießt, könnte das Zwinkern daran liegen, dass er etwas im Auge hat. Vielleicht handelt es sich dabei sogar um eine Augeninfektion oder eine Bindehautentzündung, die können nämlich auch bei Hunden auftreten! Wenn das Zwinkern sich über ein paar Tage hält, solltest du besser den Tierarzt bzw. die Tierärztin aufsuchen. Sollte das Phänomen jedoch nach einem Tag abklingen, brauchst du dir keine weiteren Sorgen machen. 

Der Hund kneift sein Auge zusammen.
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#2 Liebevolle Mimik

Kleinen Hunden wird oft nachgesagt, dass sie häufiger bellen würden oder angriffslustiger wären. Das könnte aber auch daran liegen, dass manche Menschen den Fehler machen, den Hunden direkt in ihre Augen zu sehen. Das mögen Hunde nämlich überhaupt nicht, zumindest geht es den meisten so. Direkten Augenkontakt suchen Hunde eigentlich nur, wenn sie kurz vor einem Angriff stehen, dann fixieren sie ihren "Gegner" so richtig - kein gutes Zeichen also.

Andersherum machen Hunde ein wohlgesonnenes Aufeinandertreffen deutlich, in dem sie zwinkern. Kein Witz, manche Hunde machen das tatsächlich, um dem Anderen zu zeigen "ich komme in friedlicher Absicht". Zumal zwinkern für viele Hunde ein Zeichen von Zuneigung ist. 

Das sagt Expertin für Hunde-Körpersprache, Martha Knowles zum Zwinkern bei Hunden und deren Ursache:

Ein schwarz-brauner Hund hebt die Augenbrauen.
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Expertin für Hunde-Körpersprache, Martha Knowles

Um noch einmal sicherzugehen, falls du beunruhigt sein solltest, weil du einfach keine Erklärung für das Zwinkern deines Hundes findest, haben wir noch einen Blogeintrag (der Blog nennt sich übrigens "Silent Conversations") von Hunde-Körpersprachen-Expertin Martha Knowles für dich:

"Grundsätzlich kann Zwinkern als beruhigendes Signal gewertet werden und kann, als Teil anderer Körpersprache, auch als Verhandlungsstrategie mit dem Gegenüber dienen."

Bei Martha Knowles handelt es sich um eine Bloggerin, die sich mit Hundekommunikation und Körpersprache beschäftigt und ihre Erfahrungen an ihre LeserInnen weitergeben möchte. Dabei ist es das A und O auf die Körpersprache und die Signale des Hundes zu achten und sich mit der Bedeutung davon zu beschäftigen.