Zecken: Drei Tipps gegen die Insekten

Du willst Zecken von dir fernhalten und verhindern, sie zu töten, solltest du doch eine auf dir finden? Mit den Tipps gehst du sanft gegen die Insekten vor

Wer gern im Wald spazieren geht, bringt oftmals eine Zecke mit nach Hause.
Quelle: IMAGO / blickwinkel

Jeden Sommer das gleiche Spiel: Du kommst mit deinem Hund nach Hause, streichelst sein Fell und was findest du? Eine Zecke! Da helfen häufig auch die besten Sprays und Hausmittelchen nicht. Noch schlimmer wird es jedoch, wenn du selbst dem Biss der Insekten ausgeliefert bist: Die Tiere können Krankheiten wie Borreliose übertragen, die akute Folgen haben können. Doch wie schützt man sich vor den Tieren? Wir haben drei Tipps für dich, wie man sich gegen Zeckenbisse frühzeitig schützen kann. Man muss nicht immer zur Chemiekeule greifen!

Wer durch Wälder spaziert, kann sich mittels langer Kleidung vor Zecken schützen.
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#1 Lange Kleidung

Es mag der simpelste und einfältigste der drei Tricks sein, doch auch häufig der hilfreichste: Eine enge Leggings, längere Shorts oder ein langärmliges Shirt helfen oft schon Wunder! Natürlich ist das aber keine Option für die heißesten aller Sommertage, doch vielleicht ein kleiner Tipp, wenn es draußen mal wieder regnet und der Himmel verrückt spielt.

#2 Fusselrolle

Wer einen Hund hat, hat auch mindestens eine Fusselrolle Zuhause: Eine Rolle, die lästige Fussel von unserer Kleidung entfernt. Und tatsächlich – auch gegen Insekten kann das Teil Wunder bewirken! Mit allem Dreck, der sich auf der Kleidung befindet, nimmt es auch die kleineren Tierchen mit und so kommen sie gar nicht erst in die Nähe eurer Haut.

Lavendelöl hat eine abschreckende Wirkung auf Zecken.
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#3 Lavendelöl

Tiere mögen diese natürlichen Gerüche nicht – wer sich mit schon geringen Mengen einsprüht, wirkt auf die Tiere ungenießbar. Da wollen sie sich gar nicht erst in deiner Haut verbeißen! Praktisch, oder?

Natürlich kann man auch zur Chemiekeule greifen. Dabei muss man jedoch eines beachten: Die Mittel haben nicht nur einen merkwürdigen Eigengeruch, sie sind auch nicht gerade gesund für die eigenen Tiere und wirken auch nicht zu 100 Prozent. Viele Zecken sind gegen schwächere oder bereits länger auf dem Markt bestehende Mittel immun und verbeißen sich trotzdem in der Haut. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es natürlich nicht, doch vielleicht kommt ihr mit diesen Tipps besser durch den Sommer!

Solltest du doch mal gebissen worden sein, solltest du bei bestimmten Symptomen zum Arzt:

Borreliose äußert sich durch verschiedene Symptome.
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Daran erkennst du eine Borreliose

Wenn dich eine Zecke erwischt hat, solltest du die betroffene Stelle gut beobachten, da Zecken Überträger der Krankheit Borreliose sind. Die meisten erkennen die Krankheit an der sogenannten Wanderröte, eine kreisförmige Röte, die sich um den Stich bildet und mehrere Tage oder sogar Wochen anhalten kann. Allerdings kann diese Rötung auch an anderen Körperstellen auftauchen, wo die Zecke nicht zugebissen hat. Du solltest deshalb deinen ganzen Körper scannen. Allerdings taucht die Wanderröte nicht in jedem Fall auf. 

Deshalb solltest du auch auf die folgenden Symptome achten:

Borreliose erkennt man zum Beispiel an Fieber und Gliederschmerzen.
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Weitere Symptome einer Borreliose

Wenn du nach einem Zeckenstich folgende Symptome bei dir wahrnimmst, solltest du eine Ärztin konsultieren. Die letzten drei Symptome treten nicht sehr häufig auf, können aber genauso auf einen Kontakt mit dem Borreliose-Erreger hinweisen wie die ersten vier. 

- Kopfschmerzen

- Gliederschmerzen

- Fieber

- Muskelschmerzen

- Sehstörungen

- Taubheitsgefühl

- Lähmungen

Folgende Fehler solltest du beim Entfernen einer Zecke vermeiden:

Die Zeckenzange sollte auch den Kopf der Zecke erwischen.
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Die häufigsten Fehler beim Entfernen einer Zecke

Wer Zecken mittels Zeckenzange entfernt, macht schon mal eine Sache richtig. Doch auch bei Anwendung dieses Instruments gilt es einige Fehler zu beachten! 

1) Du solltest sicherstellen, dass du dich Zecke komplett erwischst, also auch ihren Kopf. Setze die Zange dafür so nah wie möglich an der Einstichstelle auf der Haut an. 

2) Verhindere, den Hinterleid versehentlich mit der Zange zu zerquetschen, da sonst Darminhalt in die Wunde gelangen kann.

Davon solltest du auf jeden Fall absehen: die Wunde mit Öl, Nagellack, Klebstoff oder Alkohol behandeln!

Die wahrscheinlich einfachste Methode:

Die Zeckenzange entfernt Zecken verlässlich.
Quelle: Amazon

So sinnvoll sind Zeckenkarten

Im Gegensatz zur Zeckenzange fällt es bei Zeckenkarten einfacher, die Zecke nicht zu zerquetschen, da die Karte direkt an der Haut ansetzen kann. Außerdem ist die Karte durch ihre Größe praktisch, du kannst sie ganz einfach einstecken und sogar während einer Wanderung zum Einsatz bringen. 

Wie benutzt man die Zeckenkarte? Es könnte nicht einfacher sein: Du setzt den Schlitz der Karte so nah wie möglich an der Haut an und schiebst die Zecke vorsichtig „weg“. Wenn die Zecke sich aus der Wunde gelöst hat, ist alles fein! Jetzt musst du sie nur noch richtig entsorgen.