Erkältung bei Hunden – Was kannst du tun und wann musst du zum Arzt?

Gerade im Winter können auch Hunde eine Erkältung bekommen. Wir verraten dir, wie du dich in dem Fall richtig verhältst und wann du zum Arzt gehen solltest!

Im Herbst und Winter leiden Hunde auch an Schnupfen und Husten.
Quelle: IMAGO / Westend61

Wenn du dachtest, dass nur wir Menschen uns eine Erkältung holen können, liegst du falsch! Gerade, wenn die Temperaturen sinken, kann es auch mal unsere geliebten Vierbeiner erwischen. Doch wie hört sich so eine Erkältung bei Hunden an? Auf welche Symptome solltest du achten? Und wann ist es an der Zeit, deine Fellnase zum Tierarzt zu bringen

Wir klären auf!

#1 Eine Erkältung vorbeugen

Damit es gar nicht erst soweit kommt, dass dein Hund anfängt zu niesen, solltest du ihn nach dem Spaziergang immer abtrocknen. Wenn du einen kleinen Hund hast, meide eventuell vorübergehend hohe Gräser, da dein Hund dadurch schnell an der Unterseite nass wird und so die Wahrscheinlichkeit einer Erkältung steigt. Ansonsten gilt: Umso stärker das Immunsystem deines Vierbeiners, umso besser! Achte also auf eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft (weißt du, wie viel Auslauf dein Hund wirklich braucht?) und setze ihn so wenig Stress wie möglich aus.

Doch was, wenn es doch mal zur Erkältung kommt?

Hunde schlecken sich viel die Nase bei einer Erkältung.
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#2 Symptome erkennen

Wer seinen Hund gut kennt, merkt relativ schnell, dass er sich nicht wie gewöhnlich verhält. Die gängigen Symptome bei einer Erkältung sind eine laufende Nase, häufiges Schlecken der Nase, Niesen, tränende Augen und Abgeschlagenheit. Wenn du diese Symptome bemerkst, schone deinen Hund! Das heißt: Macht nur noch kleine Spaziergänge, halte deinen Hund stets warm und trocken und lass ihn viel schlafen. Ein paar Streicheleinheiten können auch nicht schaden!

Nun fragst du dich sicherlich, wie du eine Erkältung effektiv behandeln kannst und an welchem Punkt du einen Tierarzt aufsuchen solltest. Das verraten wir dir auf den nächsten Seiten:

Wenn Hunde anfangen zu röcheln, ist es an der Zeit, zum Arzt zu gehen.
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#3 Die richtige Behandlung

Was uns Menschen bei einer Erkältung hilft, kann auch dem Hund guttun. Um die Erkältungssymptome zu lindern, kannst du es mit Inhalieren versuchen. Dafür kochst du einfach einen Tee (besonders Salbei, Kamille, Minze und Thymian haben sich bewährt) auf oder wärmst Wasser mit Meersalz auf – doch wie kommt der Hund dann zum Inhalieren? Wenn dein Vierbeiner gerne in seine Transportbox geht, dann schließe ihn darin ein, stelle die warme Flüssigkeit in einem Topf mit etwas Abstand vor die Box und lege eine Decke über beides. So können sich die Wärme und der Dampf gut ausbreiten. 

Allerdings gilt: Finger weg von ätherischen Ölen! Sie können deinem Hund mehr schaden als wohltun.

Was kannst du noch tun?

Du stärkst das Immunsystem deines Hundes mit Vitamin C.
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#4 Stärke das Immunsystem deines Vierbeiners

Das kannst du bereits vorbeugend machen, schadet jedoch auch nicht, wenn es deinen Hund bereits erwischt hat. Vitamin C und Aloe Vera sorgen für ein starkes Immunsystem. Diese kannst du ihm mit in den Futternapf geben. Beim nächsten Mittelchen kommt es auf deinen Hund an: Manche Vierbeiner mögen die Schärfe des Ingwers, viele hingegen nicht. Doch Ingwer kann genau wie beim Menschen das Immunsystem unterstützen, da er antibakteriell wirkt. Wenn du es besonders gut mit deiner Fellnase meinst, kannst du ihr einen gesunden Joghurtmix aus geriebenen Äpfeln, Karotten und etwas Honig zubereiten (Honig nicht bei Welpen nutzen).

In welchen Fällen solltest du jedoch eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufsuchen?

Ein Tierarzt kennt die richtigen Behandlungsstrategien bei einer Erkältung beim Hund.
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#5 Daran erkennst du, ob ihr zum Tierarzt müsst

Du kennst deinen Hund natürlich selbst am besten, doch in manchen Fällen kann es hilfreich sein, sich zusätzlich von einer Ärztin oder einem Arzt beraten zu lassen. Bemerkst du bei deinem Hund etwa zusätzliche Symptome wie Husten (klingt oft wie ein Würgen), eitrigen Augenausfluss, ein rasselndes Geräusch beim Atmen oder erhöhte Temperatur, solltest du zum Tierarzt deines Vertrauens gehen. 

Je nach Art der Symptome wird der behandelnde Arzt deinem Vierbeiner Entzündungshemmer, Schleimlöser oder eventuell sogar ein Antibiotikum verschreiben. Auch hier gilt wieder: Du kennst deinen Hund am besten. Vertraue also auf dein Bauchgefühl und lass dir nicht alles verschreiben.

Wie lange kann so eine Erkältung anhalten?

Wenn man den Hund von Beginn einer Erkältung an schont, sollte die Genesung nicht lange auf sich warten lassen.
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#6 Wie lange dauert es bis zur Genesung?

Wenn du die Erkältung deines Hundes früh erkennst und sofort handelst, sollte die Krankheit bereits nach ein paar Tagen bis zu einer Woche wieder abklingen. In dem Fall ist es meist nicht notwendig, eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufzusuchen. Wenn nach einer Woche immer noch keine Besserung zu bemerken ist, schone deinen Hund weiter und überlege, einen Arzt zu konsultieren. Das gilt vor allem, wenn du eine Verschlechterung der Symptome bemerkst. Wie beim Menschen kann das Verschleppen einer Erkältung schwerwiegende Folgen haben, es kann sogar zu einer Lungenentzündung kommen. Schone deinen Hund also gut und gib ihm genügend Zeit, wieder zu Kräften zu kommen!