Flugreisen mit Hund: So klappt das Fliegen mit dem Vierbeiner

So wird das Fliegen mit Hund stressfrei: Die besten Airlines, hundefreundliche Flughäfen und wichtige Tipps zur Vorbereitung für Kabine und Frachtraum.

Wie übersteht dein Hund einen Flug?
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Eine Flugreise ist für Hunde fast immer eine Ausnahmesituation. Die ungewohnten Geräusche am Terminal, das laute Brummen der Triebwerke und der veränderte Luftdruck machen den Tieren oft Angst. Trotzdem musst du deinen Hund im Urlaub nicht zwingend zu Hause lassen. Mit der richtigen Vorbereitung, der passenden Fluggesellschaft und einem gut ausgewählten Flughafen lässt sich der Stress für das Tier massiv senken. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, worauf es ankommt, damit ihr beide entspannt am Ziel ankommt.

Nicht jede Fluggesellschaft bietet sich für Reisen mit Hunden gut an.
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Welche Airlines nehmen Hunde mit?

Nicht jede Fluggesellschaft geht gleich vor oder bietet dieselben Tarife an. Es lohnt sich daher, vor der Buchung des eigenen Tickets die Bedingungen für Tiere ganz genau zu vergleichen.

Die Lufthansa gilt in der Branche als sehr zuverlässig. Kleine Hunde bis 8 Kilo inklusive Tasche dürfen mit in die Passagierkabine. Größere Tiere werden in voll klimatisierten Bereichen des Frachtraums untergebracht. Bei Eurowings hingegen reisen Haustiere ausschließlich in einer flexiblen Transporttasche in der Kabine mit (ebenfalls bis maximal 8 Kilo). Ein Transport im Frachtraum wird bei Eurowings grundsätzlich nicht angeboten. Zudem gilt bei Eurowings ein striktes Tier-Mitnahmeverbot für Flüge nach Großbritannien, Irland und Dubai.

KLM bietet ein besonderes Konzept für Tiere auf längeren Flügen an.
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Flugkosten und das „Tiershotel“-Konzept

Wer internationale Strecken mit Zwischenstopp fliegt, sollte einen Blick auf Fluggesellschaften wie KLM werfen. Die niederländische Airline unterhält am Flughafen Amsterdam ein eigenes, professionelles „Tiershotel“. Bei längeren Zwischenlandungen werden die Hunde dort von geschultem Tierpersonal aus den Boxen gelassen, betreut und können sich auf einer Auslauffläche bewegen, bevor der Anschlussflug startet.

Finanziell solltest du den Flug für deinen Vierbeiner fest einplanen. Je nach Fluglinie, der genauen Flugstrecke und der Größe des Hundes musst du mit Zusatzkosten zwischen 60 und 300 Euro pro Strecke rechnen. Da die Plätze für Tiere pro Flugzeug streng limitiert sind, solltest du die Buchung so früh wie möglich durchführen.

Manche Hunderassen dürfen nicht im Frachtraum transportiert werden.
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Striktes Verbot für stumpfnasige Rassen

Ein extrem wichtiger Punkt, den viele Hundebesitzer*innen nicht wissen: Ein Großteil der großen Fluggesellschaften (darunter Lufthansa und Condor) transportiert stumpfnasige Hunde (brachyzephale Rassen) generell nicht mehr im Frachtraum. Zu diesen Rassen gehören unter anderem Möpse, Französische und Englische Bulldoggen, Boxer, Pekinesen oder Shih Tzus.

Durch ihre anatomisch verengten Atemwege leiden diese Hunde unter Stress oder erhöhten Temperaturen extrem schnell unter Atemnot, was im Frachtraum zu lebensgefährlichen Kreislaufkollapsen führen kann. Solche Rassen dürfen bei den meisten Airlines nur noch dann fliegen, wenn sie klein genug für die Kabine sind und das Maximalgewicht von acht Kilo inklusive Tasche nicht überschreiten.

Welche Flughäfen in Deutschland sind gut für Hunde?
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Hundefreundliche Flughäfen im Inland

Der Stress für den Hund beginnt oft schon lange vor dem eigentlichen Boarding, nämlich im unruhigen Terminal. Zum Glück stellen sich auch die Flughäfen immer besser auf tierische Passagiere ein und bieten spezielle Zonen an.

Der Flughafen Frankfurt (FRA) bietet neben einer professionellen Hundestation im Außenbereich vor den Terminals ausgewiesene Grünflächen, auf denen der Hund vor dem Check-in noch einmal in Ruhe Gassi gehen kann. Auch der Flughafen München (MUC) ist gut vorbereitet und hält am Terminalgelände leicht zugängliche Grünzonen sowie frische Hundetränken bereit, damit der Hund vor den anstrengenden Stunden noch einmal durchatmen kann.

Einige Flughäfen haben sogenannte „Pet Relief Areas“.
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Internationale Vorreiter

Noch einen Schritt weiter gehen einige internationale Flughäfen, was besonders bei Flügen mit Zwischenstopps ein absoluter Segen für Tier und Halter*in ist. Flughäfen wie Amsterdam Schiphol oder der JFK Airport in New York verfügen über sogenannte „Pet Relief Areas“ (Löseplätze) direkt hinter der Sicherheitskontrolle.

Dabei handelt es sich um kleine Indoor-Flächen mit Kunstrasen, die oft sogar mit Miniatur-Hydranten ausgestattet sind. Hier können Hunde vor dem Abflug oder während des Umsteigens noch einmal Pipi machen, ohne dass die Besitzer*innen den gesicherten Transitbereich aufwendig verlassen und später erneut durch die Sicherheitskontrolle müssen.

Was ist die richtige Transportbox für deinen Hund?
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Die passende Transportbox für den Frachtraum

Fliegt ein großer Hund im Frachtraum mit, ist die Transportbox während des gesamten Fluges sein einziger Rückzugsort. Die Box muss zwingend den internationalen Richtlinien der IATA entsprechen. Achte beim Kauf darauf, dass sie absolut bissfest, wasserundurchlässig, ausbruchsicher und von mehreren Seiten gut belüftet ist.

Die wichtigste Regel für das Tierwohl lautet: Dein Hund muss in der Box aufrecht stehen können, ohne mit den Ohren die Decke zu berühren. Er muss sich zudem problemlos darin umdrehen und ausgestreckt hinlegen können. Um unangenehme Überraschungen während des Fluges zu vermeiden, legst du den Boden am besten mit einer dicken, extrem saugfähigen Welpenmatte aus.

Du kannst mit deinem Hund vor dem Flug schon trainieren.
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Kennzeichnung der Box und Vorab-Training

Bevor es zum Flughafen geht, solltest du die Transportbox unübersehbar kennzeichnen. Klebe einen großen, wetterfesten Zettel außen auf die Box, auf dem dein Name, deine Heimatadresse, die Urlaubsadresse, die Flugnummer und vor allem eine Mobiltelefonnummer stehen, unter der du im Notfall erreichbar bist.

Ein fataler Fehler ist es, den Hund am Tag des Fluges zum ersten Mal in die Box zu setzen, das sorgt für sofortige Panik. Beginne stattdessen mehrere Wochen vor der Reise mit dem Training zu Hause. Stelle die Box offen ins Wohnzimmer, lege seine Lieblingsdecke hinein und füttere ihn anfangs darin. Der Hund muss lernen, dass dieser Kasten eine sichere Wohlfühlhöhle und keine Bestrafung ist.

Lesetipp: Hilfe für Trennungsangst bei Hunden: So fühlt sich dein Vierbeiner weniger allein

Hunde sollten am Tag des Fluges nichts mehr essen.
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Der Geruchstrick und das Fressverbot am Flugtag

Wenn dein Hund die Box als Schlafplatz akzeptiert hat, kannst du im Training beginnen, die Tür für einige Minuten zu schließen. Ein bewährter Trick für den eigentlichen Flug: Lege am Abreisetag ein von dir getragenes, ungewaschenes T-Shirt mit in die Box. Dein vertrauter Geruch beruhigt das Tier im dunklen Frachtraum ungemein.

Am Tag des Fluges gilt außerdem ein striktes Fressverbot. Wenige Stunden vor dem Abflug sollte dein Hund absolut keine feste Nahrung mehr bekommen. Der ungewohnte Transport und eventuelle Turbulenzen schlagen Hunden schnell auf den Magen. So verringerst du das Risiko, dass sich das Tier in der engen Box übergeben muss. Frisches Wasser sollte natürlich bis kurz vor dem Boarding bereitstehen.

Power deinen Hund vor dem Flug gut aus.
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Auspowern und die wichtigen Dokumente

Plane am Tag der Abreise bewusst ein großes Zeitfenster ein, um deinen Hund vor der Fahrt zum Flughafen noch einmal richtig auszupowern. Ein sehr langer Spaziergang oder intensives Spielen sind ideal. Je erschöpfter der Hund ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er das monotone Brummen im Flugzeug nutzt, um die meiste Zeit des Fluges einfach tief und fest zu verschlafen.

Zudem gehören alle Papiere gebündelt ins Handgepäck. Dazu zählen der blaue EU-Heimtierausweis, der Nachweis über den implantierten Mikrochip sowie die Tollwutimpfung (die mindestens 21 Tage alt sein muss). Achtung bei Ländern wie Großbritannien, Norwegen oder Island: Hier ist zusätzlich eine Bandwurm-Behandlung Pflicht, die exakt 24 bis 120 Stunden vor der Einreise im Pass dokumentiert sein muss!