Dieses winzige Tier biss einem Schüler beim Baden die Beine blutig!

Achtung, nichts für schwache Nerven.

Quelle: Twitter

Die Bilder dieses Jugendlichen gingen um die Welt: Als der 16-jährige Sam Kanizay am Samstagabend nach einer Runde Schwimmen an den Strand im australischen Melbourne zurückkehrte, waren seine Füße blutüberströmt.

Zwar wurde der junge Mann sofort ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht, doch seine Wunden verblüfften selbst die erfahrensten Ärzte. Während Australien zwar für seine exotische (und teils blutrünstige) Tierwelt berühmt-berüchtigt ist, wussten die Ärzte des Melbourner Krankenhaus in diesem Fall nicht weiter. Sams Füße und untere Beine bluteten unaufhörlich. Die Haut war vollkommen zerstört, und irgendetwas hatte tiefe Risse und Schnitte in seinem Fleisch hinterlassen. Doch was?

Nachdem Sam zwar behandelt wurde, die Ärzte ihm und seinem besorgten Vater jedoch noch immer keine Antwort auf diese Frage geben konnten, beschloss Jarrod Kanizay, der Vater, selbst zu ermitteln. Am selben Abend noch ließ er seinen Sohn im Krankenhaus zurück, nachdem er sich vergewissert hatte, dass es diesem den Umständen entsprechend gut ging, und kehrte an den Strand zurück. Dort wagte er sich in das Wasser, das Sam blutüberströmt verlassen hatte - und siehe da: Er wurde fündig...!

Welches Tier die schmerzhaften Wunden hinterlassen hatte, erfährst du auf der nächsten Seite!

View this post on Instagram

Why should you bother about this little creature? The abundance of this amphipod (sv. vitmärla) can affect the whole ecosystem in the Baltic Sea since the amphipod is an important food source for the herring, which in turn affect the cod - one of the most important food fishes! Matias Ledesma Gelos and Agnes Karlsson are at Askölaboratoriet to study how algal blooms affect amphipods. Photo credit: Matias Ledesma Gelos (amphipod) & Sven Iburg (fieldwork) @stockholmuniversity #märlkräfta #sill #torsk #herring #cod #monoporeiaaffinis #leddjur #arthropoda #kräftdjur #crustacea #amphipoda #gammaridea #pontoporeiidae #monoporeia #amphipod #fisheries #askölaboratoriet #algblomning #algalblooms #algae #cyanobacteria #balticsea #scicomm #sciencenews #scienceiscool #scienceisfun #naturalreality #science #research #marinebiology

A post shared by DEEP at Stockholm University (@deepsthlmuni) on

Quelle: Instagram

Der Übeltäter: Flohkrebse!

Was klein klingt, ist auch wirklich winzig: Die sogenannten Flohkrebse, oder auch "Amphipoda", sind in allen Weltmeeren anzutreffen, dienen sowohl zahlreichen Tierarten als Futter und sind außerdem selbst tüchtige Aasfresser: Tote Fische, Vögel oder dergleichen sind für Flohkrebse im Wasser ein gefundenes Fressen.

Aber warum stürzten sich diese Aasfresser nun auf einen - doch sehr lebendigen! - Menschen? Da sind selbst Biologen überfragt; dieses Piranha-artige Verhalten ist absolut untypisch für die kleinen Krebstierchen. Es ist möglich, dass Sam Kanizay einfach Pech hatte und zur falschen Zeit am falschen Ort stand - vielleicht in der Nähe eines Fischkadavers. Das kalte Wasser hatte seine Nerven betäubt, weswegen er die Verletzungen auch erst am Strand bemerkt hatte. Nun wird vermutet, dass die Flohkrebse eine Art Gift abgeben, das die Blutgerinnung verhindert. 

Jarrod Kanizay, Sams Vater, gelang diese Entdeckung, indem er rohes Fleisch ins Wasser tunkte und es nach kurzer Zeit mit einem Netz herausholte. Das Fleisch - samt den hungrigen Krebsen - nahm er mit nach Hause und filmte, wie genüsslich die so harmlosen Winzlinge es in kürzester Zeit verspeisten.

Das Video dieser aasfressenden Krebse siehst du auf der nächsten Seite!

Quelle: Youtube

Dieses Video beweist: Mit diesen kleinen Wesen ist nicht zu spaßen.

Mittlerweile melden sich auch immer mehr Menschen, die ähnliche Erfahrungen machten und scheinbar ohne jeglichen Grund mit kleinen blutigen Bissverletzungen aus dem Meer kamen. Die Gefahr, die von den Flohkrebsen auszugehen scheint, ist neu - denn bisher wird man nirgendwo am Strand vor ihnen gewarnt. Bleibt zu hoffen, dass Sams unglücklicher, besonders schockierender Zwischenfall der einzige seiner Art bleibt. 

Auch einige Tage nach dem "Angriff" kann der Jugendliche noch immer nicht laufen, denn jede Bewegung reißt die Wunden wieder auf. Da können wir nur die Daumen drücken, dass sich der arme Junge jemals wieder ins australische Meer wagt...