Insektenstiche und Co.: Daran erkennst du, was dich gestochen hat
Gerade im Sommer am See sind Insektenstiche keine Seltenheit. Einige davon sind besonders rot und groß, andere eher klein und unscheinbar.
Eichenprozessionsspinner
Zwischen Ende Mai und Anfang Juli ist in Deutschland die Gefahr für den Kontakt mit Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners besonders erhöht. Die Raupen werden etwa drei bis fünf Zentimeter lang und sind behaart. Problematisch sind vor allem ihre sehr feinen Brennhaare, die bei Kontakt mit der Haut eine sogenannte Raupendermatitis auslösen können. Typische Symptome sind kleine Bläschen, Quaddeln, Rötungen und starker Juckreiz. Gelangen die Brennhaare in die Augen oder werden sie eingeatmet, können auch stärkere Reizungen und Beschwerden der Schleimhäute oder Atemwege auftreten.
Eichenprozessionsspinner besiedeln vor allem Eichen und bilden dort gemeinsame Gespinstnester. Diese Nester können auch nach der eigentlichen Raupenzeit noch gefährlich sein, weil sich Brennhaare darin sammeln und später durch Wind aufgewirbelt werden können. Die feinen Haare können außerdem an Kleidung, Schuhen oder Haaren haften bleiben und so auch zeitverzögert Hautreizungen verursachen.
Wer den Verdacht hat, mit Brennhaaren in Kontakt gekommen zu sein, sollte betroffene Kleidung nicht ausschütteln. Dadurch könnten sich die Haare verteilen und eingeatmet werden. Stattdessen sollten die Kleidungsstücke möglichst vorsichtig ausgezogen und separat bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Auch Schuhe sollten feucht gereinigt oder, wenn möglich, ebenfalls gewaschen werden. Wurde Kleidung über den Kopf ausgezogen, empfiehlt es sich außerdem, Haare und Kopfhaut gründlich zu waschen.