Das ist der neue Tier-Trend in Japan

Katzen-Cafés waren gestern

Als die ersten Katzen-Cafés in Japan eröffneten, war die Euphorie zunächst auch hier in Europa groß. Viele Katzen-Fans waren begeistert von der Idee, bei Kaffee und Kuchen mit Freunden zu plaudern, während die Vierbeiner um (und auf) einem herum liefen. Schnell mischten sich aber auch kritische Stimmen unter die Fans: Ist das wirklich alles im Sinne des Tierwohls?

Mittlerweile wurden die Regeln für solche Cafés auch in Japan verschärft - aber in Tokyo beispielsweise gehören sie immer noch zu den großen Attraktionen. Doch nun wartet das Land mit einem neuen tierischen Zugnummer auf - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn nicht nur beim Nachmittagskaffee kann man die Stubentiger nun um sich haben ...

Welches neue Katzen-Projekt jetzt in Japan gestartet hat, lest ihr auf der nächsten Seite.

Das ist der neue Tier-Trend in Japan

Gemeinsam mit der Bahngesellschaft hat eine Tierschutzorganisation ein Event der besonderen Art organisiert: In der Präfektur Gifu wurde kurzerhand ein Katzen-Café in einen fahrenden Zug verlegt.

Auf der zweieinhalbstündigen Fahrt konnten die Fahrgäste mit über 30 Katzen spielen und schmusen - und die haben es sichtlich genossen. Aus dem ganzen Land reisten Tierfreunde an, um an der flauschigen Fahrt teilzunehmen. Eine Mitreisende sagte dazu: "Ich denke, das ist großartig - so werden die Menschen auf herumstreunende Katzen aufmerksam."

Und in der Tat wollen die Organisatoren mit dieser besonderen Zugreise auf ein ernstes Thema aufmerksam machen.

Erfahrt mehr und schaut euch das Video der Katzen-Fahrt auf der nächsten Seite an.

In Japan leben über neun Millionen Katzen - und eine große Anzahl an Streunern. In den überlasteten Tierheimen werden jährlich tausende getötet, die nicht vermittelt werden können. Das wollen die Organisatoren der Katzen-Zugfahrt beenden. Dazu muss aber zunächst auf diese Missstände aufmerksam gemacht werden - und genau das soll mit dem Event bezweckt werden.

Alle der über 30 Katzen, die mit dem Zug fuhren, stehen sind zur Adoption freigegeben - hoffentlich haben diese schnell ein neues Zuhause gefunden. Es ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt in Richtung eines stärkeren Bewusstseins für die vielen Streuner, die allein durch die Straßen Japans ziehen.