10 Hunderassen, die viel Auslauf brauchen

Manche Hunde benötigen viel Auslauf. Eine kleine Gassirunde reicht da meistens nicht aus. Wir stellen dir Rassen vor, die ein echt aktives Leben brauchen.

Manche Hunderassen benötigen mehr Auslastung als andere Rassen.
Quelle: IMAGO / Harald Dostal

Manche Hunderassen besitzen einen hohen Bewegungsdrang und sind daher ideale Begleiter für sportlich-aktive Menschen. Sie wurden damals für spezielle Arbeiten, die Jagd oder Hüteaufgaben gezüchtet. Auch heute brauchen sie noch eine ausreichend körperliche und geistige Auslastung – und das täglich. Fehlt ihnen diese Auslastung, kann sie schnell in Verhaltensauffälligkeiten sichtbar werden. Kauen auf Gegenständen, ungewolltes Urinieren in der Wohnung oder dauerhaftes Gebell sind nur einige davon. Wenn du jedoch gerne viel draußen unterwegs bist, findest du in diesen Vierbeiner den perfekten Partner. Joggen, Hundesport oder Mantrailing – all das ist möglich. Wir stellen dir Rassen vor, die sich über viel Auslauf und einen aktiven Lebensstil freuen.

Bordercollies zählen zu den intelligentesten Hunderassen der Welt.
Quelle: IMAGO / Zoonar / Annabell Gsoedl

#1 Border Collie

Der Border Collie besitzt einen extrem hohen Bewegungsdrang und gilt als eine der intelligentesten Hunderassen der Welt. Er benötigt daher nicht nur eine körperliche, sondern auch eine geistige Auslastung. Ursprünglich wurde er als Hütehund gezüchtet, wo er in seinem Tun ausreichend Auslastung fand. Lange Spaziergänge reichen ihm meist nicht aus, um komplett ausgelastet zu sein. Ideal ist eine Hütearbeit, aber auch Hundesportarten wie Agility oder Obedience sind sinnvoll. Wird der Border Collie nicht ausreichend ausgelastet, kann zum Problem für den/die Besitzer*in werden. Er eignet sich daher eher für erfahrene Hundehalter*innen, die die entsprechende Zeit für ihn aufbringen können.

Der Australian Sheperd ist gerne in der Natur unterwegs.
Quelle: IMAGO / Cavan Images

#2 Australian Sheperd

Der Australian Sheperd ist ein arbeitsfreudiger Hund, der viel Energie und ein hohes Bewegungsbedürfnis hat. Er liebt anspruchsvolle Aufgaben und wurde als Hütehund eingesetzt. Möchtest du einen Aussie halten, solltest du ihn mehrere Stunden pro Tag beschäftigen. Er benötigt abwechslungsreiche Bewegung, Denkaufgaben und Training. Da der Australian Sheperd sehr lernfähig ist, begeistern ihn Hundesportarten wie Agility oder Flyball. Lastest du ihn nicht genügend aus, wird er unruhig und überdreht. Ein Aussie eignet sich am besten für aktive Familien oder sportliche Einzelpersonen, die sich aufopfernd um ihn kümmern.

Siberian Huskys lieben Abwechslung.
Quelle: IMAGO / ITAR-TASS

#3 Siberian Husky

Der Siberian Husky wurde für das Ziehen von Schlitten über lange Distanzen gezüchtet, weswegen er einen sehr hohen Bewegungsdrang besitzt. Möchtest du dir einen Husky zulegen, sollte dir klar sein, dass lange Spaziergänge sowie Joggingrunden und Zugarbeit auf seiner Liste stehen. Da der Siberian Husky außerdem sehr selbstständig ist, benötigt er eine konsequente Führung. Kühle Temperaturen und Bewegung in der Natur bevorzugt er, sodass du Spaß an Outdoor-Aktivitäten haben solltest. Die Rasse eignet sich am besten für Einzelpersonen, die viel Zeit für Bewegung und Beschäftigung einplanen können.

Lesetipp: Ganz das Gegenteil – Die Hunderassen brauchen kaum Auslauf!

Jack Russell Terrier lieben Spiel- und Trainingseinheiten.
Quelle: IMAGO / Shotshop

#4 Jack Russell Terrier

Der Jack Russell Terrier ist zwar klein, steckt aber voller Energie und Bewegungsdrang. Gezüchtet wurde er, um als Jagdhund zu dienen. Auch heute zeichnet ihn diese Eigenschaft noch aus. Er ist immer in Bewegung und hat eine große Ausdauer. Entscheidest du dich für diese Rasse, sind tägliche Spaziergänge, Spiel- und Trainingseinheiten wichtig. Trotz seiner Größe wird er nicht schnell müde und benötigt geistige und körperliche Auslastung. Ohne ausreichende Auslastung können Jack Russell Terrier schnell unerwünschtes Verhalten zeigen. Diese Hunderasse passt am besten zu aktiven Menschen, die sich einen lebhaften Hund wünschen und viel Spaß an langen Spaziergängen und Bewegung haben.

Dalmatiner lieben lange Spaziergänge.
Quelle: IMAGO / Zoonar / Karina Schultze

#5 Dalmatiner

Der Dalmatiner ist ein großer, sportlicher Hund, der früher lange Strecken zurücklegte. Gezüchtet wurde er als sogenannter Kutschenhund, um Pferdekutschen zu begleiten, diese zu bewachen und den Weg freizuhalten. Aufgrund seiner Zucht liebt er lange Spaziergänge, Joggingrunden und Fahrradtouren. Die Hunderasse ist außerdem intelligent und freut sich über Abwechslung im Training. Sein Temperament ist freundlich, verspielt und lebhaft. Wird ein Dalmatiner nicht ausreichend gefordert, wird er nervös oder unruhig. Die Hunderasse eignet sich vor allem für aktive Menschen, die gerne in der Natur unterwegs sind und ihren Hund körperlich und geistig fordern wollen.

Der Labrador Retriever rennt gerne.
Quelle: IMAGO / Zoonar / Annabell Gsoedl

#6 Labrador Retriever

Der Labrador Retriever ist in erster Linie heute als Familienhund bekannt, hat aber trotzdem einen sehr hohen Bewegungsbedarf. Er wurde ursprünglich als Apportierhund gezüchtet und liebt aktive Spiele sowie das Schwimmen. Interessierst du dich für einen Labrador Retriever als Begleitung, sollte dir klar sein, dass er tägliche lange Spaziergänge und zusätzliche Denkaufgaben benötigt. Da Labradore lernfreudig sind, eignen sie sich sehr gut für unterschiedliche Hundesportarten. Unterforderst du ihn, langweilt er sich und nimmt unkontrolliert zu. Der Labrador Retriever eignet sich für Familien mit einem aktiven Alltag, die Interesse am Training mit ihrer Fellnase haben.

Der Pudel wurde als Jagd- und Apportierhund gezüchtet.
Quelle: IMAGO / SNA / Ilya Naymushin

#7 Pudel

Der Pudel wird häufig als Hund für ältere Menschen angepriesen, weil er anpassungsfähig und gesellig ist. Tatsächlich ist der Pudel aber viel aktiver, als sein Ruf. Ursprünglich wurde er als Jagd- und Apportierhund gezüchtet, sodass er einen hohen Beschäftigungs- und Bewegungsdrang besitzt. Die Rasse ist intelligent, liebt das Training und Erlenen von Tricks. Auch Hundesport wie Agility oder Obedience kannst du mit ihm gut machen. Reine Spaziergänge reichen am Tag oft nicht aus, um die Hunderasse auszulasten. Besonders Groß- und Königspudel benötigen neben langen Spaziergängen auch Laufmöglichkeiten und Denkaufgaben.

Irish Red Setter wurden für die Jagd gezüchtet.
Quelle: IMAGO / Ardea / Jean Michel Labat

#8 Irish Red Setter

Der Irish Red Setter wurde als temperamentvoller Jagdhund gezüchtet, der seiner Aufgabe gerne nachkommt. Er lebt seinen Jagdtrieb aus und besitzt einen enormen Bewegungsbedarf. Er liebt es, sich frei zu bewegen, zu spielen und zu rennen, weswegen er mehrere Stunden Auslauf pro Tag benötigt. Doch reines Spazierengehen ist ihm zu langweilig. Der Spaziergang sollte gespickt mit Such- und Apportierspielen sein, um ihn geistig auszulasten. Durch sein offenes, freundliches Wesen wird er oft als Familienhund gehalten, aber ohne ausreichende Auslastung kann er unruhig und zum Problem werden. Die Hunderasse eignet sich für sportlich-aktive Menschen, die ihrem Hund viel Abwechslung bieten können.

Der Samojede ist bekannt als Schlittenhund.
Quelle: IMAGO / Rene Traut

#9 Samojede

Der Samojede ist ein kräftiger und ausdauernder Hund. Er wurde ursprünglich als Schlitten- und Arbeitshund gezüchtet, weswegen er einen starken Bewegungsdrang hat. Samojeden sind sehr menschenbezogen, freundlich und verspielt, sodass sie eine klare Führung benötigen. Ohne seine Menschen zu sein, ist für die Hunderasse keine Option. Möchtest du dir einen Samojeden zulegen, sollte dir im Voraus klar sein, dass die Rasse schlecht allein sein kann. Gleichzeitig benötigt er viel Beschäftigung in Form von Spaziergängen, Wanderungen und Aktivitäten wie Zugarbeit in der freien Natur.

Belgische Schäferhunde eignen sich nur für erfahrene Hundehalter*innen.
Quelle: IMAGO / Bernhard Herrmann

#10 Belgischer Schäferhund

Der belgische Schäferhund, auch Malinois genannt, wurde als leistungsfähiger Arbeitshund gezüchtet. Seinen Einsatz findet er bei der Polizei oder beim Militär. Dort erhält er viel Bewegung und Training. Der Belgische Schäferhund ist wachsam, intelligent und arbeitswillig und eignet sich daher nicht für Anfänger*innen. Ohne genügend Auslastung zeigt er problematische Verhaltensweisen, die deinen Alltag einschränken können. Entscheidest du dich für einen Belgischen Schäferhund, solltest du ihn mehrere Stunden täglich körperlich und geistig beschäftigen können. Auch alleine bleiben fällt ihm – im Gegensatz zu anderen Rassen – schwer. Diese Hunderasse eignet sich also nur für erfahrene Hundehalter*innen mit einem klaren Führungsstil.

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