Er war Millionär - und gab alles für streunende Hunde auf

Ein unglaubliches Beispiel für Tierliebe.

China ist auch bei uns Europäern ein beliebtes Touristenziel - doch wer schon einmal da war, wird nach seiner Rückkehr vom anfänglichen Kulturschock berichten. Viele Bräuche und Regeln des fernen Landes kommen uns merkwürdig, teils gar unbegreiflich vor. Zu diesen zählt sicher Chinas Praxis, Straßenhunde in Schlachthäusern zu töten - insbesondere kurz vor dem Yulin-Hundefleisch-Festival.

Doch selbst in Regionen, in denen solche Grausamkeiten zum "Alltag" zählen, finden sich immer vereinzelte Menschen, die sich dagegen auflehnen. Einer von ihnen ist Wang Yan aus der chinesischen Provinz Yilin, dessen Geschichte einfach unglaublich ist: Denn Wang Yan war einst Millionär - und gab sein ganzes Vermögen zum Wohl der Straßenhunde aus.

Insbesondere in kleinen chinesischen Städten sind streunende Hunde zu einem echten Problem geworden. Manche von ihnen übertragen Krankheiten, weswegen regelmäßig Tausende der Tiere abgeschlachtet werden. Zuvor landen sie in Schlachthäusern, in denen sie eng aneinandergedrängt in winzigen Käfigen auf den Tod warten. 

Von diesen Zuständen wusste Wang Yan zwar, als er in einem Schlachthaus nach seinem entlaufenen Hund suchte - doch als er es erstmals mit eigenen Augen sah, begriff er sofort: Er musste etwas tun.

Welche beeindruckende Aktion er dann startete, liest du auf der nächsten Seite.

Wang Yan war zu diesem Zeitpunkt Millionär; er war erst 25 Jahre alt und hatte sich durch eine eigene Firma im Stahlgeschäft zu einem reichen Mann gemacht.

Eines Tages verschwand sein Hund. Yan war am Boden zerstört und scheute keine Mühen, um sein Haustier wiederzufinden. Ein Freund gab ihm den Tipp, doch mal im örtlichen Schlachthaus nachzusehen. Dort war sein Hund jedoch nicht aufgetaucht. Yan schaute dennoch jeden Tag vorbei, immer in der Hoffnung, doch noch mit seinem Vierbeiner wiedervereint zu werden - und konnte das Grauen, das sich ihm dort bot, kaum ertragen.

Durch die Gitterstäbe hindurch starrten Tausende Hunde auf ihn hinab und schienen ihn anzuflehen: "Nimm uns mit!" Letztlich entschied er sich tatsächlich für einen; doch als er mit diesem das Schlachthaus verließ, konnte er die Erinnerung an die traurigen Augenpaare, die ihm hoffnungsvoll gefolgt waren, nicht vergessen. 

Also kehrte er zurück. Anfangs nur, um ihnen Gesellschaft zu leisten; dann nahm er nach jedem Besuch einen weiteren Hund mit. Doch allein kam er nicht gegen die schiere Masse an immer neuen Streunern an: Er konnte sie unmöglich alle beherbergen. Also holte er sich Hilfe von Gleichgesinnten, und in der Gruppe rückten sie an, nahmen Dutzende Hunde auf einmal mit.

Yan brachte sich selbst medizinische Kenntnisse bei, um die Hunde auch ärztlich versorgen zu können - denn viele von ihnen waren in einem erbärmlichen Zustand. Die Medizin für sie bezahlte er selbst, ebenso das Futter. Und allmählich baute er ein Hundeheim, das "Straßenhund-Zufluchtsort" genannt wird - alles aus eigener Tasche, und schließlich wurde das Geld knapp...

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Schließlich war der einstige Millionär sogar verschuldet. Er lebte nun in einer kleinen Hütte und war den ganzen Tag damit beschäftigt, seine Hunde zu versorgen.

Zwischenzeitlich beherbergte der "Zufluchtsort" bis zu tausend Hunde, die Yan und seine Helfer aus verschiedenen Schlachthäusern retteten. Doch leider war die Rettung keine Garantie dafür, dass die Hunde von nun an ein glückliches Leben führen würden; viele starben dennoch, und Yan fiel die schreckliche Aufgabe zu, die Leichen zu verbrennen. Dabei weint er noch immer jedes Mal, sagt er. 

Geldspenden nimmt er nicht an - nur Futter. Und Hilfe: Jeden Samstag kommen zahlreiche Freiwillige vorbei, um die Hunde zu versorgen und ihnen die Liebe zu schenken, die sie verdienen. Viele von ihnen werden adoptiert. Unglaublich, was ein einzelner Mann aus Liebe zu den Tieren alles opferte - die Dankbarkeit der Hunde ist ihm sein Leben lang sicher.