Rund 70.000 Vögel mussten für Flugzeuge sterben

Ein umstrittener Schritt

Noch heute wird es als das "Wunder vom Hudson" bezeichnet, was im Januar 2009 auf dem Hudson-River in New York City/USA geschah: Ein Flugzeug drohte abzustürzen und nur durch das mutige Manöver des Piloten Chesley “Sully” Sullenberger konnte das Flugzeug im Fluss notgelandet werden - alle Passagiere überlebten.

Die Ursache waren Gänse, die beim Flug in die Turbine geraten waren und so zum Ausfall der Maschine führten. Dabei ist das keine Seltenheit: Vögel geraten häufig in die Antriebe von Flugzeugen - und wie das "Wunder vom Hudson" zeigt, kann das richtig gefährlich enden.

Allerdings reagieren die Behörden im Großraum New York City sehr fragwürdig auf diese Bedrohung - und ließen tausende Vögel umbringen.

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Rund 70.000 Vögel mussten für Flugzeuge sterben

Rund 70.000 Vögel wurden im Auftrag der Behörden alleine im Großraum New York bisher getötet. Hauptsächlich betroffen sind davon Gänse, Stare und Tauben. Die Begründe ist naheliegend: Jährlich kommt es alleine in diesem Gebiet zu rund 200 Unfällen zwischen Flugzeugen und Vögeln. Da das katastrophale Folgen bis hin zu Abstürzen haben kann, sehen die Offiziellen die Tötungen als einfachsten Weg zur Sicherheit.

Dabei sind es vor allem größere Vögel, wie eben Gänse, die zu gefährlichen Unfällen führen können. Außerdem ist es nicht klar, dass die Massentötungen wirklich einen Einfluss auf Zwischenfälle haben - die Zahlen sind zumindest seitdem kaum zurück gegangen.

Außerdem gibt es tierfreundlichere Alternativen. Welche das sind, erfahrt ihr auf Seite 3.

Rund 70.000 Vögel mussten für Flugzeuge sterben

Tierschützer mahnen, dass die Vögel nicht getötet werden müssen, um für mehr Flugsicherheit zu sorgen. Zum einen können in den Umfeldern der Flughäfen Wiesen und Bäume gepflanzt werden, damit sich die Vögel umsiedeln. Auch die Ansiedelung bestimmter Insektenarten kann genau dazu dienen.

Auch sei es fraglich, ob die wenigen wirklichen Unfälle, die es gibt, die Massentötung rechtfertigen würden. Auch die Stadt hat das Problem erkannt: Momentan ist eine Forschergruppe damit beauftragt alternative Lösungen zu finden und die Gebiete der Flugrouten auf ihre Ökologie zu untersuchen.