Maikäfer: Alles was du wissen solltest
Bringen sie Glück und warum fliegen sie uns an? Alles über den Zyklus des Maikäfers und warum Vorsicht vor gefährlichen Doppelgängern gilt.
#1 „Maikäfer-Jahr“: Warum kommen sie alle vier Jahre?
Wer im Mai vor die Tür tritt und das Gefühl hat, von einer Invasion brummender Mini-Hubschrauber umgeben zu sein, erlebt wahrscheinlich ein sogenanntes Maikäfer-Jahr. Dieses plötzliche Massenauftreten ist kein Zufall, sondern biologische Präzision. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen Maikäfer nämlich völlig im Verborgenen – und zwar als Larven (Engerlinge) unter der Erde.
Dort fressen und wachsen sie im Schnitt exakt vier Jahre lang. Da sich die Populationen einer Region oft genetisch synchronisiert haben, schlüpfen die erwachsenen Käfer nach vier Jahren alle zur gleichen Zeit. Diese Strategie nennt man „Räubersättigung“: Es kommen schlicht so viele Käfer auf einmal an die Oberfläche, dass Vögel und andere Fressfeinde unmöglich alle fressen können. Das sichert das Überleben der Art. Nach wenigen Wochen Paarungszeit und Eiablage sterben die Käfer wieder, und der Zyklus beginnt im Verborgenen von vorn. Die ausgewachsenen Käfer selbst leben allerdings nur vier bis sechs Wochen.