Er rettete über 300 Hunde vor dem sicheren Tod

Noch immer kommen ihm die Tränen, wenn er daran denkt

Michael Chour wusste, dass ihm in seiner Wahlheimat Thailand ein schwerer Tag bevorstehen würde. Gefasst betritt er eines der Hundefleisch-Restaurants in dem Land und hat den festen Vorsatz, Leben zu retten.

Zwar sind diese Restaurants illegal in dem südostasiatischen Land, dennoch gibt es sie dort. Michael hat sich vorgenommen, genau dagegen vorzugehen und beginnt mit dem Besitzer eines kleinen Ladens - er will ihn überzeugen, ihm die Hunde zu überlassen. Geld will er dafür nicht bezahlen, denn davon würde sich der Besitzer nur neue Hunde kaufen.

Im Hinterraum des Restaurants sieht er schließlich drei völlig verängstigte Hunde - einer davon, ein Welpe, steckte mit seinem Kopf zwischen den Gittern fest. Nach einem langen Hin und Her mit dem Besitzer, kann Michael diesen Vierbeiner an diesem Tag zumindest mitnehmen. Doch der ist völlig verängstigt, denkt, seine letzte Stunde habe geschlagen und verliert sofort die Kontrolle über seine Blase, als Michael ihn auf den Arm nimmt.

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Lucky, wie Michael den kleinen Welpen nannte, erkennt aber schnell, dass sein Leben nicht in Gefahr ist, sondern gerade gerettet wurde. Die anderen beiden Hunde in dem Restaurant aber, das wusste Michael, werden geschlachtet und gegessen werden - tagelang konnte er bei dem Gedanken daran nichts essen. Schließlich blieb ihm keine andere Wahl, als zurück zu dem Restaurant zu gehen und auch die anderen beiden Hunde zu retten - mit Erfolg, der Besitzer ließ sich darauf ein. In den darauf folgenden Wochen konnte er noch sieben weitere Fellnasen so vor dem sicheren Tod retten.

Die Hunde brachte Michael in verschiedenen Pflegestellen unter, aber das soll keine Dauerlösung sein. Momentan plant er, mit Hilfe von Spenden ein eigenes Tierheim für die armen Vierbeiner zu gründen - stolze 25.000$ hat er bereits eingenommen.

Aber damit nicht genug: Michael Engagement geht noch viel weiter. Lest weiter auf der nächsten Seite.

Um die Rettung der Hunde besser koordinieren zu können, hat Michael mit anderen Tierschützern die Organisation "The Sound of Animals" (Der Klang der Tiere). Der Name soll an die Schreie der Fellnasen in den Schlachthäusern erinnern, in denen sie getötet werden.

Zwar hat Thailand im Jahr 2011 den Handel mit Hundefleisch gesetzlich verboten - passiert ist seitdem allerdings wenig. Die Tierschutzaktivisten sind seitdem ruhig, die Regierung kontrolliert die Einhaltung des Gesetzes nicht und viele Restaurant-Betreiber bieten im Inland, wo wenig Touristen sind, weiterhin Hundefleisch an.

Aber zum Glück gibt es immer noch engagierte Menschen wie Michael Chour, der mit seiner Frau und anderen Helfern bereits das Leben von über 300 Hunden retten konnte. Nicht nur für die Fellnasen sind sie wahre Helden.