Achtung: Ein Stich dieser Mücke kann lebensgefährlich werden!

Dagegen sind unsere Wald-und-Wiesen-Mücken ja harmlos...

Achtung: Ein Stich dieser Mücke kann lebensgefährlich werden!
Quelle: imago images / STAR-MEDIA

Der Sommer ist da, und mit ihm die Mückensaison. Wer sich nicht einsprüht, wird früher oder später den einen oder anderen Stich präsentieren können. Allergiker werden panisch. Und nachts wachst du vom penetranten Brummen der Blutsauger auf.

Mücken zählen zu den unbeliebtesten Tieren überhaupt, und selbst der größte Tierliebhaber tut sich schwer, den surrenden Pieksern etwas Gutes abzugewinnen. Doch leider kommt jetzt eine wirklich schlechte Nachricht: Die 08/15-Mücke, die dir schlaflose Nächte bereitet, hat Gesellschaft bekommen - von einer Mückenart, die sogar Nicht-Allergikern gefährlich werden kann: Die Kriebelmücke. Sie sieht harmlos aus, fast wie eine Fliege: Die Kriebelmücke. Und doch kann dieses Insekt dem Menschen lebensbedrohlich werden.

Aber was genau hat es mit dieser Art auf sich?

Achtung: Ein Stich dieser Mücke kann lebensgefährlich werden!
Quelle: imago images / blickwinkel

Im Gegensatz zur Stechmücke hat diese einen eher dicken, kurzen Körper - sie werden maximal 6 Millimeter lang. Sie "stechen" jedoch nicht, sondern beißen, und trinken dann das Blut. Dieser Biss tut weh und ist danach schnell erkennbar, denn die Kriebelmücke gibt über ihren Speichel Gerinnungshemmer ins Blut, weswegen es zu blauen Flecken und Schwellungen rundherum kommt. Durch den Stoff Histamin, der ebenfalls ins Blut gelangt, kann eine Art allergische Reaktion hervorgerufen werden.

Wieso der Biss der Kriebelmücke so gefährlich ist, wo du besonders vorsichtig sein musst und was du tun kannst, wenn sie dich doch erwischt, liest du auf der nächsten Seite!

Achtung: Ein Stich dieser Mücke kann lebensgefährlich werden!
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Die Mücke saugt nicht einfach nur dein Blut, sondern verabreicht dir über ihren Speichel einige Stoffe - und das kann im Ernstfall zur Blutvergiftung führen. Denn diese Stoffe können giftig sein und für Entzündungen sorgen. Ein solcher Stich sollte daher gut im Auge behalten werden. Fallen dir außerdem Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Schwellungen, Schlappheit (und selten Fieber) auf, solltest du schleunigst einen Arzt aufsuchen. Denn unbehandelt kann sich eine Infektion mit den Toxinen der Mücke auf Herz, Gefäße und Lungen auswirken. Bemerkst du einen Stich, solltest du ihn schnell kühlen und am besten desinfizieren. 

Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung wird größer, je öfter ein Mensch gestochen wird. So sind schon zahlreiche Pferde und Kühe an der Kriebelmücke gestorben, da sich diese gern warmblütige Wirte aussuchen. 

Kriebelmücken fühlen sich in der Nähe von Gewässern am wohlsten, sowie an Weiden und Wiesen, auf denen große Tiere grasen. Zum Glück funktionieren Mückensprays auch gegen Kriebelmücken. Also immer schön einsprühen!