Hunde und Hitze: So bringst du deinen Vierbeiner durch den Sommer

Damit Hunde die Sommerhitze gut überstehen, solltest du einige Dinge beachten – wie lange darf er im Auto bleiben, ab wann wird's für die Pfoten zu heiß?

Hunde brauchen im Sommer besonders viel Abkühlung.
Quelle: IMAGO / Rolf Kremming

Der Sommer ist da! Wie jedes Jahr stellt die große Hitze nicht nur Menschen auf die Probe, sondern auch unsere lieben Haustiere. Bei Hunden solltest du auf einiges achten, damit sie gut durch den Sommer kommen. Hast du dich zum Beispiel schon mal gefragt, wie heiß der Asphalt im Sommer werden kann und was du für einen Spaziergang im Sommer mitnehmen solltest? Wenn nicht, dann lies lieber weiter!

#1 Die richtige Uhrzeit für einen Spaziergang im Sommer

Hunde sind besonders hitzeempfindlich, sie sind nicht für Temperaturen jenseits der 23° C gemacht. Das heißt, deine großen Gassirunden solltest du entweder früh morgens machen, wenn es noch nicht so heiß ist oder gegen Abend, wenn es wieder abkühlt. Vermeide es, zwischen 12:00 und 15:00 eine ausgiebige Runde mit deinem Vierbeiner zu drehen, denn du wirst schnell durch sein intensives Hecheln merken, dass er Schwierigkeiten hat, seine Körpertemperatur zu regulieren. Außerdem: Nimm im Sommer immer eine Trinkflasche für deinen Hund mit oder suche Wasserspender in Parks & Co. auf. Genügend Auslauf braucht deine Fellnase schließlich trotzdem!

Hundehalter*innen sollten darauf achten, dass sich die Pfoten ihres Tieres nicht verbrennen.
Quelle: tierfans.net

#2 So heiß kann der Asphalt werden

Sicher erinnerst du dich an die heißen Sommertage von früher, an denen du barfuß im Freibad herumgesprungen bist und dann von der Wiese auf den heißen Boden getreten bist – ganz schön heiß! Deinem Vierbeiner geht es nicht anders, denn der Asphalt erhitzt sich schneller als man denkt. Bereits bei einer Außentemperatur von 25° C kann die Asphalttemperatur bis zu 52 Grad messen. Das ist viel zu heiß für Hundepfoten! Deshalb: Suche schattige Plätzchen und Wiesen bei deinem Spaziergang auf, soweit es möglich ist.

Geparkte Autos können sich so schnell erhitzen, dass es für Hunde lebensgefährlich werden kann.
Quelle: tierfans.net

#3 Hund im Sommer im Auto lassen

Leider passiert es immer noch: Hundehalter*innen lassen ihren Vierbeiner „nur kurz“ im Auto, eventuell ist das Fenster einen Spalt heruntergekurbelt. Doch wie du der Grafik oben entnehmen kannst, wird das schnell viel zu heiß für deinen Hund! Wie bereits gesagt, sind Hunde nicht für hohe Temperaturen gemacht, sie können nicht wie Menschen schwitzen. Nur über die Pfotenballen und die Nase können Hunde „schwitzen“ und ihre Körpertemperatur regulieren. In einem Auto, in dem sich die Hitze stauen kann (auch wenn es nicht direkt in der Sonne geparkt ist), steigen die Temperaturen extrem schnell an. Bereits ab 25 Grad hat deine Nase Probleme damit, den eigenen Körper durch Hecheln herunterzukühlen. Die Hitze im Auto kann für deinen treuen Begleiter lebensgefährlich werden. Lass deinen Hund also im Sommer am besten niemals, auch nicht für kurze Zeit, im Auto.

Für alle Notfälle solltest du Erste Hilfe bei deinem Hund anwenden können.

Hunde brauchen im Sommer eine Erfrischung, zum Beispiel mit Hilfe von Joghurteis.
Quelle: IMAGO / McPHOTO

#4 Für eine kulinarische Abkühlung sorgen

Dein Hund schlabbert gerne Joghurt? Dann mach ihm oder ihr am besten ein Joghurteis!

Verwende dazu beispielsweise eine Eiswürfelform oder bereite ein Eis am Stil zu. Vermenge dafür Naturjoghurt mit einer zerdrückten Wassermelone oder etwas Leberwurst und befülle die Formen damit. Wenn dein Hund andere Vorlieben hat, dann kannst du das Joghurteis natürlich auch damit pimpen.

Hundepools sorgen bei Vierbeinern im Sommer für die gewollte Abkühlung.
Quelle: IMAGO / Image Source

#5 Badespaß mit Hund

Wenn du den Luxus eines Gartens oder Balkons genießt, bietet es sich an, einen kleinen Pool für deinen Hund aufzustellen. Alternativ kannst du auch den guten alten Gartenschlauch für eine angenehme Abkühlung nutzen. Wer in einer Wohnung wohnt, kann entweder zur nächsten Hundebadestelle fahren oder mittels Kühlmatte für eine heruntergekühlte Körpertemperatur sorgen. Solltest du deinen Hund in der Dusche mit Wasser abkühlen wollen, sorge stets dafür, dass ihm ein Handtuch zum Abtrocknen zur Verfügung steht. Ansonsten könnte deinem Vierbeiner eine Blasenentzündung drohen.

Kommt sicher durch den Sommer!