Ihr wollt einen Straßenhund aus dem Ausland adoptieren? Dann müsst ihr das beachten!

Wichtige Tipps

Ihr wollt einen Straßenhund aus dem Ausland adoptieren? Dann müsst ihr das beachten!

Angehende Hundebesitzer haben die Qual der Wahl: Kaufen sie ein Tier von einem Züchter, adoptieren sie es aus dem lokalen Tierheim oder doch aus dem Ausland?  Immer mehr Menschen interessieren sich für die letzte Option: Einemn Straßenhund aus Spanien, Griechenland, Türkei & Co. Dabei wird aber oft vergessen, was solch eine Adoption mit sich bringt, welche Risiken man eingeht und was generell beachtet werden muss. Wir geben euch einen Überblick!

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Unterschiedliche Preise 

Es gibt keine einheitlichen Preise für Straßenhunde. Kein Wunder, denn die Vermittlungspraktiken variieren stark voneinander. Es gibt Organisationen, die gezielt ins Ausland vermitteln, lokale Tierheime im Ausland, die Überführungen anbieten und, und, und. Nach Auskunft des Deutschen Tierschutzbundes liegen die Preise meist zwischen 150 bis 400 Euro.

Risiken nicht unterschätzen

Auch wenn die Tiere durchgecheckt werden, eine hundertprozentige Sicherheit, dass sie gesundheitlich unversehrt sind, ist nicht gegeben. Tierarztkosten können folgen. Weil die Tiere aus schwierigen Verhältnissen stammen, können sie auch ein schwieriges Verhalten an den Tag legen. Adoptierte Straßenhunde brauchen Halter mit Geduld, Zeit und viel Liebe.

Hunde sind öfters abwehrend

Gerade zu Beginn sind die Tiere oft ängstlich und abwehrend. Wenn nichts hilft, sollte der Weg zum Hundetrainer helfen. Außerdem können Straßenhunde zum Streunen neigen, auch ein ausgeprägtes Jagdverhalten ist nicht ungewöhnlich.

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Kein Vertrauen in den neuen Halter

Angst vor dem Halter ist eine Sache, kein Vertrauen eine andere. Straßenhunde sind Raubtiere, die sich mit einem täglichen Überlebenskampf konfrontiert sahen. Je nachdem, welche Erfahrungen sie gemacht haben, tun sie sich schwer, Menschen zu vertrauen.

Auch junge Hunde können traumatisiert sein

Wegen der Tollwut-Impfpflicht dürfen Hunde erst ab einem Alter von 16 Wochen nach Deutschland gebracht werden. Ihre Sozialisierungsphase ist dann schon abgeschlossen. In diesem jungen Alter können die Vierbeiner schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Deutliche Warnung seitens des Tierschutzbundes

Straßenhunde sind etwas für erfahrene Halter. Auch der Tierschutzbund warnt vor der Adoption aus dem Ausland. Auch, weil die Tiere an die Bedingungen im Ausland gewöhnt sind. Viel besser sei Hilfe vor Ort, heißt es seitens des Bundes.

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Reise nach Deutschland bedeutet Stress

Wer die Empfehlung des Tierschutzbundes ignoriert, sollte sich im Klaren sein, dass er der Fellnase aus dem Ausland eine Menge Stress einbrockt. Schließlich werden die Straßenhunde oft per Flugzeug überführt. Auch hier gibt es - wie so oft - zwei Seiten der Medaille: Einige Tiere können sehr dankbar sein, andere fühlen sich in ihrem neuen Umfeld nicht wohl und sind ängstlich und verstört.

Neugier ist immer ein gutes Zeichen

Wenn die Tiere beim ersten Kennenlernen neugierig und vertrauensvoll scheint, ist das ein sehr gutes Zeichen. Je ängstlicher und scheuer, desto größer könnten die Probleme im neuen Zuhause sein. Bei einem Probespaziergang lässt sich testen, wie der Hund auf seine Umgebung reagiert.

Zeit für Eingewöhnung

Zeit ist das Wichtigste für einen Straßenhund in seinem neuen Zuhause. Er braucht sie, um sich an alles zu gewöhnen. Im Freien sollte er zunächst nur an der Leine geführt werden.

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Das Tier NIE aus einem Katalog auswählen

Leider gibt es Organisationen, die über Kataloge Straßenhunde an Mann und Frau bringen wollen. Interessenten schauen sich dann Bilder und Beschreibungen an und das ausgewählte Tier wird überführt. Solche Fellnasen sind wie Überraschungseier. Es ist völlig unklar, was für ein Tier auf einen zukommt. Also bitte immer vor Ort den Erstkontakt aufnehmen und sich nach langem Grübeln entscheiden, ob eine Adoption wirklich Sinn macht!

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