Seine Hündin hat Krebs - und er schenkt ihr die Reise ihres Lebens

Das ist wahre Tierliebe.

Es ist der Albtraum jedes Hundehalters: Beim Tierarzt bekommt Robert Kugler gesagt, seine Labrador-Hündin Bella habe Knochenkrebs und nur noch drei bis sechs Monate zu leben. Doch anstatt zu resignieren und in Trauer zu versinken, rafft sich Kugler auf - und nimmt seine Hündin mit auf die Reise ihres Lebens. 

Neun Jahre war die süße Bella bereits alt, als der Arzt diese Hiobsbotschaft verkündete. Der Knochenkrebs hatte ihr eines Bein bereits ganz zerfressen; die einzige Hoffnung auf ein wenig Lebenszeit war eine Amputation. Denn ansonsten blieb Kugler nur die Option, Bella einschläfern zu lassen, wurde ihm gesagt.

Doch Kugler weigerte sich strikt dagegen, das Leben seiner Hündin auf diese Weise zu beenden. Seitdem er sie als Welpe aufgenommen hatte, war Bella seine treue Begleiterin gewesen. Nun drohte der Krebs ihm seine vierbeinige Freundin zu nehmen, denn er hatte sich bereits in ihrer Lunge breitgemacht. Bella hatte nicht mehr viel Zeit, und ihre kurze Zukunft sah alles andere als rosig aus. Doch Kugler entschied sich gegen die Einschläferung und ließ seiner Hündin das Bein amputieren - und beschloss, Bella die verbleibenden Tage, Wochen, Monate so schön wie möglich zu gestalten.

Aus dem amerikanischen Bundesstaat Nebraska starteten die beiden einen epischen Roadtrip, der schon bald Schlagzeilen machen sollte. Einmal quer durchs Land sollte es gehen...

Was dann passierte, liest du auf der nächsten Seite!

Sie fuhren zuerst in den Nordosten der USA, nach Chicago, dann nach Florida. Auf ihrer Reise wurde die Presse auf sie aufmerksam, und schon bald verfolgte das halbe Internet die Abenteuer des Mannes, der seinem krebskranken Hund ein paar letzte schöne Monate ermöglichen wollte.

Nach ein paar Monaten kehrten Kugler und Bella nach Nebraska zurück. Ihre Reise war vorbei - doch Bella war noch immer am Leben, und es ging ihr gut. Was nun? Sollten die beiden zu ihrem Alltag zurückkehren? Kugler entschied: Nein. Die Reise sollte weitergehen. Und so zogen sie weiter durch die USA, während auf Facebook, Instagram und Co. Zehntausende ihre Abenteuer mitverfolgten. 

Wie es schien, hatte der Arzt mit seiner Prognose von "drei bis sechs Monaten" völlig daneben gelegen - denn selbst nach unglaublichen 14 Monaten ging es Bella bestens. Trotz ihres fehlenden Beins und ihrer Erkrankung ließ sich die liebenswerte Labrador-Hündin nicht entmutigen; im Gegenteil! An der Seite ihres Herrchens machte sie die USA unsicher, kletterte, spielte, schwamm. Alles sah so gut aus. Bis es Bella irgendwann immer schlechter ging...

Wie die Geschichte der beiden weiterging, liest du auf der nächsten Seite.

In einem bewegenden Facebook-Post teilte Kugler seinen und Bellas Fans mit, dass seine Hündin verstorben war. Der Krebs hatte letztlich doch gesiegt. Dieses Foto zeigt Kugler dabei, wie er von seiner Bella Abschied nimmt.

Eines Tages bemerkte er, dass Bella Atemprobleme hatte. Immer wieder war sie am Schnaufen und zitterte am ganzen Leib. Entmutigen ließ sie sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, und tollte dennoch in der Gegend herum. Doch Kugler wusste: Es ging langsam zu Ende.

"Ich sah in ihre Augen, als ich ihren Kopf in meinem Schoß hielt, und sah, was sie mir zu sagen versuchten. Ich sagte ihr, dass es okay war... dass ich bereit war, wenn sie es war... und dass ich sie bis zum bitteren Ende in den Armen halten würde."

Kugler ließ Bella schließlich einschläfern und war an ihrer Seite, als sich ihre Augen schlossen. Doch anstatt sie beim Tierarzt zu lassen, brachte er sie selbst zum Bestattungsinstitut. 

"Als es Zeit wurde, zu gehen, konnte ich es nicht. Ich konnte sie nicht einfach da lassen. Mein Herz war in tausend Stücke zerbrochen. (...) Es kam mir vor, als geschehe alles viel zu schnell. Ich hatte so viel Zeit gehabt, mich zu verabschieden, aber hatte es ihr nie richtig gesagt. Ich hatte sie nicht darauf vorbereitet. Ich hatte nicht genug getan... Und jetzt ließ ich sie einfach hier zurück. 

(...) Ich wusste, was zu tun war. Ich ging zurück zu ihrem wunderschönen Körper, kniete mich hin, legte meine Hand auf ihre Brust, und atmete tief ein. (...) Ich sagte Bella, dass ich ihr all meine Liebe schickte, und bat sie darum, mir all ihre zu senden. (...) Vielleicht ist es dieses Gefühl des Friedens, wonach ich die ganze Zeit gesucht habe."

Die Geschichte von Robert Kugler und seiner Bella berührte zahllose Menschen. Vielleicht konnte er seine Hündin durch seinen Einsatz nicht heilen - aber sicher ist, dass er Bella die schönsten Monate ihres Lebens schenken konnte.