Tierschützer protestieren gegen offizielle Seehund-Jäger

Doch die Debatte ist kompliziert

Tierschützer protestieren gegen offizielle Seehund-Jäger

In den 1970ern sah es schlecht aus um die Seehunde im Wattenmeer. Gerade noch 1.000 Tiere gab es und der Handlungsbedarf war groß. Daher schlossen die angrenzenden Länder Dänemark, die Niederlande und Deutschland gemeinsam das sogenannte Trilaterale Wattenmeerabkommen, das die Jagd auf die Tiere verbat und ihren Schutz vorantreiben sollte. Und das mit Erfolg: Mittlerweile gibt es wieder über 24.000 in dem gesamten Gebiet - über 6.500 davon in Schleswig-Holstein.

Doch nun tobt ein Streit zwischen dem Land und Tierschützern über die einst bedrohten Tiere. Der Hintergrund: Das Land beschäftigt vier ehrenamtliche Jäger, die verletzte oder erkrankte Seehunde auf Grundlage der eigenen Abschätzung erschießen. Einen Skandal nennt das die Aktivistin Bettina Jung, die Jäger und das Land verteidigen es als aktiven Tierschutz - eine heikle Debatte.

Wie beide Seiten argumentieren, lest ihr auf den nächsten Seiten.