"No-Kill" vs. "High-Kill": Das steckt hinter den Massentötungen in amerikanischen Tierheimen

Die schockierende Realität in den USA

Knapp 300.000 Tiere warten in deutschen Tierheimen auf den Tag, an dem sie endlich den Käfig verlassen dürfen und in ein liebevolles Zuhause aufgenommen werden. Wer nun allerdings schon bei dieser Zahl - 300.000 - schlucken musste, wird sprachlos sein, dass es in den USA mehr als sieben Millionen sind... und knapp vier Millionen von ihnen werden pro Jahr eingeschläfert. Weil sie alt sind, krank, aggressiv - oder auch einfach, weil sie zu viel Platz wegnehmen.

Sicher: Deutsche Tierheime sind überfüllt, und jedes von ihnen kann sich finanziell kaum über Wasser halten. Der Zustand in den USA spielt jedoch in einer ganz anderen Liga. Jedes Jahr sterben Millionen Tiere in Heimen, weil das Land die tierische Überpopulation nicht anders zu bekämpfen weiß. Drei bis vier Millionen sind es ungefähr - das sind circa 10.000 Tiere am Tag, die in diesen Heimen ihr Leben lassen.

Das liegt an der für uns sehr ungewöhnlichen Haustierkultur der Amerikaner. Jeder dritte US-Haushalt hält einen oder mehrere Hunde. In San Francisco gibt es sogar genauso viele Hunde wie Kinder. Doch nur einer von zehn dieser Hunde bleibt bis an sein Lebensende in derselben Familie - das bedeutet, ein Großteil aller amerikanischen Haustiere verbringt früher oder später Zeit im Tierheim. Hierzulande wäre das vergleichsweise nicht so tragisch, doch in den USA verlassen ein Drittel aller Hunde und sogar 40% aller Katzen das Tierheim nie wieder. Das liegt am "No-Kill / Kill Shelter"-Prinzip. 

Wie schrecklich die Realität in amerikanischen Tierheimen aussieht, liest du auf der nächsten Seite.

Elisabeth-k

Autorin dieses Artikels

Elisabeth-k - Meerschweinchen-Mutti